ADHS Medikamente verbessern Schulleistungen und Bildungschancen

Ich bin nicht der Meinung, dass Medikamente ein Kind schlauer oder dümmer machen. Aber ich bin der Meinung, dass in Deutschland (und sicher auch anderswo) sich Bildungsgerechtigkeit sehr ungleich verteilt.

So hochtrabend auch die Versprechungen nach Inklusion und Förderung klingen, so wenig werden sie in der Praxis gelebt. Das ist noch nicht einmal ein Vorwurf an die Lehrerinnen und Lehrer, die sich damit überfordert wären neben allen Integrations- und Inklusionsaufgaben nun auch noch einen sonderpädagogischen Förderbedarf bzw. eine Kinder- und Jugendpysychiatrie im Kleinformat in ihrem Klassenraum anzubieten.
Es ist eine Frage, ob wir die Einflussfaktoren auf die Bildungsgerechtigkeit richtig verstehen und verstehen wollen.

Und es ist für mich ein Skandal, dass immer häufiger Kinder und Jugendliche mit einer neuropsychiatrischen Problematik im Kindesalter wie eben ADHS (plus / minus einer Störung mit oppositionellem Trotzverhalten bzw. Störung des Sozialverhaltens) vom Unterricht ausgeschlossen werden und teilweise über längere Zeiträume gar nicht mehr beschult werden.

Natürlich ist lange bekannt, dass ADS / ADHS nichts mit schlechter Erziehung zu tun hat, sondern eine neurobiologische bzw. genetische Grundlage hat. ADHS entsteht also nicht durch schlechte Erziehung oder Fehler der Eltern. Diese Binsenweisheit wird aber gerade im Bereich von Pädagogen bzw. Erziehern leider nicht immer zur Kenntnis genommen und alle möglichen und unmöglichen Annahmen zur Ursache der Schul- und Verhaltensprobleme der Kinder angestellt. Leider zu Lasten der Kinder und Jugendlichen und häufig mit einer Vergiftung des Verhältnisses zu den Eltern der Kinder, die dann meist als „Verursacher“ der Störungen verantwortlich gemacht werden.

Eine aktuelle Studie aus Holland beschäftigt sich  nun in einer Zwillingsstudie mit der sehr heiklen Frage, ob nun die Medikation mit Methylphenidat die Chancen auf leistungsgerechte Beschulung bzw. Schulerfolg beeinflusst. Und untersucht ziemlich differenziert, ob dies auch unabhängig von weiteren genetischen bzw. familiären und Umgebungsfaktoren zu belegen ist.

Untersucht wurden dabei 7-12 jährige Zwillinge mit einer ADHS-Diagnose bzw. mit und ohne ADHS-Medikamenten.

Nach meinem bisherigen (eher subjektiven) Kenntnisstand gibt bzw. gab es zwar zig Studien, die die Effektivität von ADHS-Medikamenten sowohl kurz- wie auch längerfristig belegten. Die Effektstärke der ADHS-Medikation ist extrem hoch.

Aber letztlich zeigten sich bisher keine (statistisch) überzeugende Belege, dass dies dann auch nachhaltig bzw. wirksam sich auf den Schulerfolg auswirkt. Was mich schon ziemlich überrascht. Es gab bzw. gibt schon Studien, die beispielsweise für Mathematik eine ziemlich klare Korrelation zwischen ADHS-Symptomen und Leistungen bzw. Resultate im Mathe-Unterricht zeigen. Und auch belegen, dass (hier häufiger Mädchen als Jungs) plötzlich eine Rechenschwäche (bis hin zur Dyskalkulie) bei medikamentöser Behandlung mit ADHS-Medikamente sich in Luft auflöst.

Dagegen verblassen bzw enttäuschen alle psycho-sozialen bzw. psychotherapeutischen Therapieangebote, die bisher statistisch gesehen letztlich keine Wirksamkeit nachweisen können. Und ich zweifele auch daran, dass dann Lerntherapie (oder gar Ergotherapie) für ein derartiges Problem im Bereich der höheren Handlungsfunktionen bzw. der Aufmerksamkeits- und Emotionsregulation nachhaltige Effekte zeigen könnte. Wissenschaftlich belegt wäre dies jedenfalls bisher nicht.

Wohl aber eben häufig nach den bisherigen Leitlinien in Deutschland erstmal über die Kinder „ausgegossen“ werden bis dann letztlich eine medikamentöse Behandlung „erlaubt“ wird. Das ist jetzt vielleicht etwas zu pointiert ausgedrückt, da ich durchaus für eine multiprofessionelle ADHS-Therapie unter Einschluss von Psychoedukation / Elterntraining bin und je nach Indikation selbstredend auch Psychotherapie für die Begleit- und Folgeprobleme der lebenslangen Misserfolge bzw. Komorbiditäten unterstütze.

Ich zweifele nur an, dass halt dies ein Ersatz für die Medikation sein kann. Eher halt die Ergänzung. Die begleitende multimodale Therapie könnte aber eben die Compliance und damit auch die Langfristigkeit (Adherenz) einer medikamentösen Behandlung verbessern.

Jetzt aber zurück zur Studie

Bei den Ergebnissen zeigte sich, dass die Gruppe der medikamentös behandelten Schüler statistisch deutlich gegenüber den nicht behandelten ADHS-Kindern im Vorteil waren. In dem Schultest im Alter von 12 Jahren erzielten sie fast genauso gute Ergebnisse wie die Gruppe der Nicht-ADHSler !  Im weiteren Verlauf (bestimmt im Alter von 14 Jahren) war dieses Resultat ähnlich, auch wenn die Jugendlichen mit ADHS leider gegenüber den Nicht-ADHSlern jetzt etwas schlechter abschnitten. Aber eben deutlich besser als die Gruppe der ADHSler ohne medikamentöse Behandlung !

Wer sich ein wenig mit den Herausforderungen der ADHS-Behandlung bei Jugendlichen auskennt und speziell auch die Probleme im Bereich der regelmässigen Medikamenteneinnahme (Adherenz) zieht den Hut vor diesen Ergebnissen !

Die Autoren zeigen erstmals, dass eine unzureichende ADHS-Behandlung sich auf die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen negativ auswirkt bzw. umgekehrt :

ADHS-Medikamente unterstützen die Kinder und Jugendlichen darin, ihre begabungsadäquate Schulausbildung möglichst effektiv nutzen zu können.

ADHS-Medikamente machen also nicht schlauer. Sie sind keine Neuroenhancer für ADHS-Kinder und Jugendliche. Aber sie geben ein Stück Bildungsgerechtigkeit, da sie die ADHS-Symptome reduzieren und damit die Selbststeuerung und auch Selbstwirksamkeit der Schüler verbessern, sie mehr Erfolge im Schulunterricht erzielen und damit auch der Spass und die Techniken zum Lernen unterstützt werden.

Gerald Hüther irrt : ADHS-Medikamente schaden der Hirnentwicklung nicht

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Ich befürchte, kaum ein einzelner „Wissenschaftler“ hat der Neurobiologie soviel Schaden zugefügt, wie G. Hüther.

Seine irrationale Behauptung, dass die Verabreichung von Methylphenidat an einer handvoll Ratten darauf hinweise, dass die Hirnentwicklung von Kindern mit ADHS im späteren Leben gestört werde, ist wie eine urbane Legende in bestimmten Kreisen verbreitet und lässt sich nicht ausrotten. Hüther hat seit vielen vielen Jahren selber keine eigene Foschung im Bereich Neurobiologie publiziert. Aber wird dennoch landauf und landab als „Experte“ eingeladen.

Und natürlich denkt man – als nicht betroffener Laie – schlecht über die Verabreichung von Psychopharmaka ausgerechnet an Kindern. Entsprechend werden bzw. wurden wir in den vergangenen Jahren ja auch in praktisch jedem Fernsehbeitrag zu ADHS geradezu zerrissen, was die Pharmakotherapie bei ADHS angeht. Sieht man vielleicht mal von Dr. Skrodzki (und früher Prof. Trott) ab, so traut sich auch kaum ein ADHS-Experte mal sich öffentlich FÜR die Pharmakotherapie bei ADHS im Kindesalter auszusprechen. Oder findet halt kein Gehör.

Obwohl der Wahrheitsgehalt Hüthers damaligen Untersuchungen eigentlich unter denen der Erzählungen der Gebrüder Grimm liegt, haben es seither in Deutschland Wissenschaftler und Therapeuten schwer, diesen Aberglauben auszurotten. Jedes Argument, ist hier offenbar fruchtlos.

Natürlich ist die Beschäftigung mit den neurobiologischen Grundlagen von ADHS schon seit vielen Jahrzehnten eines der Hauptgebiete in der Kinder- und Jugendpsychiatrie bzw. überhaupt der Neuropsychologie und Neurobiologie. Die Anzahl von Publikationen ist schier unübersehbar.

Auch wenn wir inzwischen eine ziemlich gute Vorstellungen haben, wie sich die neuronalen Netzwerke und damit auch die Vernetzung bzw. „Dicke“ einzelner Strukturen im Gehirn bei Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer ADHS-Konstiutution von neurotypischen Kindern unterscheiden, so gibt es doch nicht den einzelnen „Marker“, der nun ADHS beweist oder ausschliesst. ADHSler haben häufig eine Entwicklungsverzögerung der Vernetzung bestimmter Hirnareale. Das bedeutet, dass im Laufe des Lebens (meist bis ca zum 24. Lebensjahr) eine Nachreifung bzw Vernetzung noch erfolgt.

Oder eben nicht, was dann mit einem schlechteren funktionellem Ergebnis und schlechteren Alltagsfunktionen und Lebensqualität verknüpft sein dürfte.

ADHS ist eine Spektrum-Störung mit extrem hohem genetischen Anteil , d.h. an den biologischen Ursachen sind zahlreiche Gene im Wechselspiel mit Umweltfaktoren beteiligt.

An der Universität Groningen wurde jetzt eine Doktorarbeit abgeschlossen, die sich mit dem derzeitigen Stand des Wissens über den Einfluss von Psychostimulanzien auf die Hirnentwicklung beschäftigt.. In ADHS – Kreisen hat Jan Buitelaar als einer der Betreuer der Arbeit einen herausragenden Ruf.

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass in neurobiologischen Untersuchungen ein statistisch belegbarer negativer Einfluss der Medikamentengabe auf die Hirnentwicklung zu erkennen ist.

Wenn überhaupt, sei ein (wenn auch nicht sicher belegbarer bzw. messbarer) positiver Effekt zu beschreiben.

Das heisst natürlich aber auch, dass nun über die Gabe der Medikamente keine wundersame Heilung bzw. Beseitigung der neurobiologischen Veränderungen zu erwarten sind. ADHS-Medikamente allein lösen keine Probleme. Aber sie helfen, Probleme zu erkennen und die Selbstwirksamkeit im Umgang mit den Besonderheiten von ADHS in Schule, Ausbildung und Privatleben zu meistern.

ADHS -Therapie verbessert die Einnahme-Compliance von Medikamenten

Eine aktuelle kanadische Studie greift endlich einmal die Bedeutung der „multimodalen“ Therapie aus meiner Sicht „richtig“ auf.

Eigentlich ist derzeit nur die Wirksamkeit der Medikation mit extrem hoher Effektstärke gut belegt. Elterntraining, Verhaltenstherapie oder gar Ergotherapie und alle möglichen anderen Therapieangebote erweisen sich dagegen (statistisch gesehen) allein als unwirksam (zumindest wenn man strenge Fremdrater-Kriterien anlegt). Dennoch wird man natürlich sich immer dafür einsetzen, eine multiprofessionelle Behandlung anzubieten.

Leider ist es aber so, dass nach der Konsensuskoferenz im Herbst 2016 in einem Eckpunktepapier sich nun ausgerechnet die Kinder- und Jugendpychotherapeuten bzw. auch Erziehungsberatungsstellen gegen den Konsens ausssprechen. Im Kern, weil sie die Medikation bei ADHS ablehnen.bildschirmfoto-2017-02-04-um-17-20-18

Während wir in Deutschland immer noch uns rechtfertigen, dass den armen ADHS-Kids irgendwann Medikamente gegeben wird, ist man dort schon ein gutes Stück weiter. Die Praktiker dort wissen, dass eben für die Prognose der Kinder im späteren Leben bzw. auch der Ausgleich von sozio-ökonomischen Nachteilen die Einnahme und eben leider auch die Abbrecherquote der Medikation über Wohl oder Versagen der Therapie entscheidet.

Die multimodale ADHS-Therapie ist vor allem deshalb wichtig, weil sie die Abbrecherquote der Medikamenteneinnahme reduziert. Und nicht so sehr, weil nun die Interventionen selber OHNE die Medikation einen erhöhten Sinn machen müssen.

„In conclusion, participation in the ADHD Service, a multimodal intervention for children with ADHD, was associated with increased medication use and adherence and improved academic achievement. It was also related to lower inequity in these outcomes across the socioeconomic gradient. With mounting evidence for an association between socioeconomic disadvantage and ADHD, these findings are encouraging…“

Sinngemäss übersetzt : Die Integration der ADHS-Kinder in eine multmodale Therapie führte zu einem erhöhten Medikamentengebrauch bzw. Adherenz = weitere und längere Einnahme und erzielte damit auch Verbesserungen hinsichtlich der Schulleistungen. Gerade sozial-benachteiligte Gruppen profitierten davon.

QT-Zeitverlängerung unter Antipsychotika

Eigentlich ist es schon fast off-topic. Am Freitag habe ich bei einer meiner Anorexie-Patientinnen bei vorbekannten ventrikulären Herzrhythmusstörungen zur Behandlung von zusätzlichen Zwängen eine SSRI-Behandlung mit Fluoxetin beendet. Grund war eine auffällige Verlängerung eines Messwertes im EKG (QT-Zeit) ganz offenbar unter der Medikation.

Da fiel mir heute eine Studie zum Thema QT-Zeitverlängerung unter ADHS-Medikamenten bzw. Neuroleptika (Antipsychotika) auf. Eigentlich halte ich es für total überflüssig, Neuroleptika bei „reinem“ ADHS einzusetzen. Bei vorliegenden schweren Störungen des Sozialverhaltens kann es aber schon erforderlich sein.

Dann sollte man wissen, dass möglicherweise die QT-Zeit über 450 ms verlängert sein kann unter der Behandlung sowohl von ADHS-Medikamenten aber eben auch Antipsychotika. Daher sollte der Arzt eben schon Kontrollen VOR der Therapie machen und schauen, ob eine Anomalie der QT-Zeit vorliegt. Und natürlich dann auch unter der Behandlung.

Zum Abstrakt der Studie

ADHS, Strattera (Atomoxetin) und Tics

Die liebe Pharmaindustrie ist ja immer sehr bemüht, ihr eigenes Wunderpräparat gut dastehen zu lassen und uns dann aufzuzeigen, dass das Präparat der Konkurrenz direkt das Böse in Tablettenform ist, wenn das arme ADHS-Kind es „isst“.

In Sachen Psychostimulanzien ist so der Ruf von Methylphenidat nicht gut. Unter den etwas mit der Realität vertrauten Ärzten und Eltern ist das natürlich anders. Aber immer noch geistert herum, dass Methlyphenidat nun Tic-Störungen auslösen oder verstärken können.

Tic-Symptome sind häufig. Sowohl bei Kindern und Jugendlichen OHNE ADHS, möglicherweise aber eben verstärkt bei ADHSlern bzw. Menschen aus diesem Gesamtspektrum neuropsychiatrischer Besonderheiten mit Beginn im Kindesalter.

Es gibt keinen Beleg dafür, dass nun bestimmte Medikamente Tics auslösen. Vielmehr kommen unter bestimmten Situationen bzw. bei Anspannung und negativer Beobachtung mehr Auslöser bzw Stress als Grundlage dazu.

Methylphenidat soll nun angeblich mehr Tics auslösen. Wie auch immer. Warum auch immer. Aus meiner Sicht völlig unbewiesene und falsche Annahme.

Dagegen sagt man (wer auch immer „man“) ist, dass das bei Strattera nicht der Fall sei. Atomoxetin würde dann also weniger Tic-Symptome verursachen, weshalb immer noch viele Ärzte bei Kids und Erwachsene mit einer bekannten Tic-Problematik keine Stimulanzien, wohl aber Strattera geben.

So richtig gut ist das wohl nicht. Zumindest wenn man einer neuen Studie glauben schenkt (die vielleicht wieder von einem Pharmaunternehmen gesponsert wurde, das Stimulanzien vertreibt ???). Danach treten auch oder gerade bei Atomoxetin etwa 3 Wochen nach Einnahme Tic-Störungen auf.

Nicht bei allen Kindern. Sondern man beobachtet dann Tics.

Hier die Studie

Für mich gilt bisher : Tics treten vermehrt im ADHS-Spektrum auf. Unabhängig von der Frage der Medikation. Die Medikamente reduzieren mittelfristig eher den Stress bzw. verbessern die Reizfilter. Damit sollten sie sich eher positiv auf Tic-Patienten auswirken. Aber es sind eben keine Medikamente für oder gegen Tics.

Dyspraxie-Erklärvideos

Ich habe selber einen Sohn mit einer Dyspraxie. Die Entwicklungsprobleme bzw. Koordinations- und Motorikprobleme bzw. Sprachentwicklungsprobleme im Alltag sind erheblich.

Selbst ich als „Experte“ im Bereich ADHS tue mich aber schwer, die Abgrenzung zu ADS / ADHS korrekt zu machen.

Das folgende Erklär-Video gefällt mir ganz gut

Toll ist auch die Informationsseite zum Thema Dyspraxie-Online.de

und ein Beitrag auf Arte zum gleichen Thema Entwicklungsstörungen ….

ADHS und Knochenbrüche

Es geht ja jetzt auf die Glatteis-Zeit zu. Zeit der Knochenbrüche. Unsere ADHS-Kids bzw. auch Erwachsene weisen ja ein erhöhtes Unfallrisiko auf. Sagt man.

Ich bin ehrlich gesagt froh, dass unsere Kinder kein Dauerabo in der hiesigen Unfallchirurgie-Ambulanz gebucht haben. Aber viele ADHSler-Familien kennen halt die Mitarbeiter in den entsprechenden Kinderabteilungen und Unfallchirurgie schon beim Namen.

Eine interessante Studie untersucht nun den Einfluss einer ADHS-Medikation auf das Unfallrisiko und Knochenbrüche.

In der Altersgruppe der 6-9 jährigen Kinder konnte nachgewiesen werden, dass das Unfallrisiko bzw. Knochenbruchgefahr bei Kindern unter ADHS-Medikation geringer als bei den unbehandelten ADHS-Rabauken war. Dies bestätigte sich dann auch in den älteren Patientengruppen.

Wie Prof. Romanos auf seinem Vortrag in Würzburg auf dem Bayrischen ADHS-Tag dazu ergänzte : Auch das Risiko bei jungen Erwachsenen aufgrund eines Motorrad- oder Autounfall zu versterben sinkt unter ADHS-Medikation.

Methlylphenidat rettet Leben bzw. schützt vor einem Gipsverband, könnte man also behaupten.

Zur Studie