ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen

Was gehört für mich zur ADHS-Diagnostik ?

Die folgende Infografik erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit. Aber sie zeigt vielleicht, dass auf jeden Fall mehr dazu gehört als Checklisten bzw. Fragebögen

Ab 24.5. werde ich in Wismar im Rahmen der ADHS-Ambulanz eine Diagnostik, Therapie und Coaching anbieten können. Leider derzeit nur für Selbstzahler bzw. Privatpatienten. Ggf. ist dann eine Weiterbetreuung über neue Medien möglich (da sich die Regeln des Fernbehandlungsverbotes erfreulich geändert haben)

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ADHS Burnout bei Selbstständigen und Unternehmern

Unternehmer mit ADHS

Ständig im Bereich der Selbstüberforderung

…. und natürlich nicht nur bei DENEN….

Zum Thema ADHS bei Freiberuflern bzw. Unternehmern und anderen Geschäftsleuten hatte ich in diesem Blog ja schon ein paarmal gepostet. Nun ist meine neue Klinik ja sicher nicht der Ort, an dem sich die Geschäftsleute-Elite die Klinke in die Hand gibt. Immer mehr Einrichtungen konzentrieren sich ja auf die so angeblich besserverdienenden Klientel mit Burnout und Erschöpfungssyndromen, die aus der beruflichen Belastung bzw. nicht selten auch der Entlassung nach Misserfolgen bzw. Selbstüberforderung entstehen. Unter der Rund-um-sorglos-Versorgung dieser Kliniken müssen die Probleme der Selbstorganisation und Alltagsbewältigung eben gar nicht ins Auge springen. Weil ja einfach alle Dinge, die unangenehm sein könnten, von dienstbeflissenen guten Heinzelmännchen der 5-Sterne-Kliniken abgenommen werden bzw. schon jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird. Na ja, so stelle ich es mir jedenfalls manchmal vor 🙂

Aber irgendwie ist das Thema ADS / ADHS und Besonderheiten der Regulationsdynamik bzw. der Exekutivfunktionen im Bereich der Unternehmsführung bzw. Coaching und Gesundheitsprävention von Führungskräften noch nicht so richtig angekommen. Zumindest nach meiner subjektiven Wahrnehmung.

Dabei wäre es im Sinne von Gesundheits-Prävention aber auch Förderung von Kreativität (Stichwort „laterales Denken“) mehr als sinnvoll, dass sich Firmen und Großinstitutionen sich des Themas ADHS annehmen. Einerseits, um einen Ausfall der Mitarbeiter zu verhindern, andererseits aber auch, damit die Stärken und besonderen Möglichkeiten in der Wahrnehmung und Lösung von Problemen und Herausforderungen gewinnbringend genutzt werden können.

Ab und an verirrt sich dann aber auch an die Ostsee nach Wismar ein Klient, bei dem das ADHS-Spektrum nun eigentlich ins Auge springt, bei dem oder der aber eben über viele Arzt- und Psychologenkontakte kein Mensch an ADHS denkt. Schon allein, weil ja jahrelang der Erfolgsweg scheinbar steil nach oben führte.

12-16 h Arbeitstage gelten dann schon fast als „freier Nachmittag“. Denn nur wenn der innere Motor ständig auf höchster Drehzahl läuft, ist das Gehirn „funktionsfähig“. Notfalls um den Preis, das mit Drogen bzw. Alkohol oder „Downer“ dann der Regulation der Hirnaktivität ein wenig nachgeholfen wird.

Dann kann der Hinweis auf ADHS schon wie die „Offenbarung“ sein und das Buch von Ed Hallowell „Zwanghaft zerstreut“ die neue „Bibel“, wie ich es schon ein paarmal in diesem Zusammenhang hörte.

In der letzten Zeit hatte ich dabei gerade im Bereich Verkauf bzw. auch bei leitenden Angestellten im Management im Bereich Optimierung und Consulting so meine Erfahrungen machen können. Lauter sehr sehr gute Leute, die nach aussen lange Zeit gut „funktionieren“. Bei denen aber nicht zuletzt die Lebensabschnittsbegleiterin schon sehr lange und häufig immer wieder Einbrüche mit totalem Rückzug und Depressivität bzw. schwersten Selbstwertstörungen registrierte. Nicht zuletzt, wenn ein Projekt wie eine Seifenblase zerplatzte. Leider ist es dann schwierig, diese Menschen zum Annehmen von Hilfe zu bewegen

Vor 2 Wochen erhielt ich per Voicemail den Anruf einer Lebenspartnerin eines früheren Klienten von mir. Offenbar wieder abgestürzt, obwohl das neue Projekt nach der Arbeitslosigkeit so erfolgsversprechend klang. Aber leider schafft er es nicht, sich selber an den Rechner oder das Handy zu setzen, um mir ein Lebenszeichen zu senden.

Abgetaucht in Selbstzweifel, aber auch irgendwo Selbstmitleid.

Die gleichen Fehler immer und immer wieder ?

 

ADHS und Beruf : Vortrag von Harald Lachenmeier ADHS Symposium Münsingen

ADS-Workshop 14. und 15.7.2018

Achtung : Ich musste den Workshop aus organisatorischen Gründen auf den 14. und 15.7. 2018 in Wismar verlegen.

Der Worshop richtet sich an Jugendliche ab 14 und ggf. ihre Eltern bzw. eben an Erwachsene mit Problemen der Aufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Selbstaktivierungsprobleme bzw. Erschöpfung.

Im Vordergrund hier stehen aber nicht die typischen Besonderheiten des ADHS mit den Exekutivfunktionsproblemen, sondern die Besonderheiten der Aufmerksamkeitssteuerung, Vigilanz bzw. rasche Erschöpfbarkeit und die Probleme, die sich dann sekundär aus der hohen Empfindsamkeit und Energielosigkeit im Alltag ergeben.

Natürlich werden wir uns auch mit den Stärken und Besonderheiten im positiven Sinne beschäftigen und gemeinsam nach guten Strategien im Umgang mit den Besonderheiten suchen.

Der Workshop findet ab 8 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.

Weitere Infos und Anmeldung unter webpsychiater@gmail.com

 

Häufigkeit von ADHS im Erwachsenenalter in der Allgemeinpsychiatrie

Eine aktuelle Studie zu ADHS im Erwachsenenalter untersucht die Häufigkeit bei Patientinnen und Patienten in der Allgemeinpsychiatrie in Schleswig.

Bei 59 !!!! Prozent der Patienten war eine ADHS-Symptomatik nachweisbar. Gerade beim Vorliegen von „Depressionen“ muss zukünftig viel häufiger an ADHS gedacht werden bzw. dies auch in die Diagnostik- und Therapieroutine einbezogen werden.

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Intuniv (R) (Guanfacin) Sicherheits-Überprüfungen vor und während der Therapie

Wenn Pharmavertreter die Türen von ADHS-Ärzten belagern, dann wird damit in aller Regel ja zunächst eine höhere Verordnung eines neues Medikamentes erreicht. Das ist ja das Ziel der Promotion.

Im Falle von Intuniv (Guanfacin) der Firma Shire wurde nun ein ziemlich uralter Wirkstoff für ein „neues“ Indikationsgebiet beworben. Und eben letztlich auch mit der unterschwelligen Botschaft, es sei eine sichere Alternative zur Goldstandardtherapie mit Stimulantien oder Atomoxetin.  Es wurde zwar dargelegt, dass es eher dann als Ausweichtherapie eingesetzt werden sollte, wenn die anderen Maßnahmen nicht greifen. Oder eben als „ADD-On“, d.h. als Ergänzung zur Therapie mit Methylphenidat oder Amphetaminen.
So ganz unproblematisch ist dieses Blutdruckmittel aber eben nicht. Es hat Einfluss auf die QT-Zeit am Herzen, den Blutdruck und kann u.a. Schläfrigkeit und eine erhebliche Gewichtszunahme auslösen. Wobei das ja gerade „Werbeargumente“ sind, d.h. diese Effekte sollen ja gerade den Einschlafproblemen und dem ständigen Appetitmangel unter der Stimulanziengabe möglicherweise entgegen wirken.

Wie auch immer.
Jetzt kommen „Schulungsmaterialen“ der Firma bzw. des BFARM, die sich mit Sicherheitsaspekten = Risiken der Medikation beschäftigen.  Ein Großteil der Aspekte sind für Kinder- und Jugendliche nicht relevant, würden aber sehr wohl bei einer off-label-Verordnung im Erwachsenenalter eine Rolle spielen.

Schaut selber auf die Checkliste, die jetzt im Prinzip jeder Arzt vor der Verordnung ausfüllen müsste bzw .dann im Verlauf der Therapie protokollieren sollte :

Checkliste

Warnung von Energiemedizin / Regulationsmedizin Inakarb

Leider muss ich eine ausdrückliche Warnung aussprechen vor einem „Geheim-Tip“. Eigentlich halb so wild, weil ja jede Menge Unsinn und Scharlatanerie unterwegs ist.

Jetzt wird aber auch auf ADHS-Seminaren diese Pseudowissenschaft als seriös angepriesen, was es nun ganz und gar nicht ist.

Das finde ich ganz fürchterlich !

Hier mein Artikel auf Steemit zu Prof. Dr Dr. Dr Enrico Edinger und  Inakarb
Es ist aber schon fast eine Freude heraus zu finden, was für eine Leuchte dieser Stern der russischen Raumfahrtmedizin bzw. Mars-Expeditionen angeblich ist…

Bitte warnt andere Leute auch davor. Gerade wenn es in Elterntrainings oder ADHS-Seminaren erwähnt wird, glaubt man es ja erstmal.

Workshop 10. und 11.2.2018 in Wismar

Am 10. und 11.2.2018 werden Johannes Drischel und ich (Dr. Martin Winkler) in der Median-Klinik Wismar einen Workshop zur Emoflex@-Methode anbieten.

Emoflex@ (oder auch Synchronisation der Regulationsdynamik nach Drischel) ist eine scheinbar sehr einfache, aber doch ziemlich vielfältig anwendbare Methode, die man dann selber im Umgang mit Stress und Belastungen, speziell auch bei Schlafstörungen bzw. sog. REM-Schlaf-Fragmenten anwenden kann.

Wir haben in der Vergangenheit die Methode sehr gerne Eltern von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus dem ADHS- und Autismus-Spektrum vorgestellt bzw. auch Workshops dann zusammen mit Jugendlichen ab 14 Jahren gemacht.  Dabei stellten wir fest, dass die Arbeit mit inneren Bildern (bzw. quasi einer Form von „angeleiteten Synästhesie) für Kids sehr intuitiv funktioniert.

Die Methode ist quasi eine Art „Nachbau“ bzw. Nachahmung von Vorgängen, die man in der Nacht in der Verarbeitung von Träumen im REM-Schlaf macht. Man übersetzt dabei Probleme bzw. positive wie negative Erfahrungen in „Bilder“ und wendet dann Rechts-Links-Stimulation (ähnlich wie bei der Traumatherapie EMDR) an.

Toll gefällt mir an der Methode, dass man dann quasi für eigene Frage- und Problemstellungen eigene Werkzeuge „entwickeln“ kann. Das ist ein Vorgehen, dass ich fast täglich auch mit Patientinnen und Patienten in der Klinik anwende, wenn es innerlich zu Blockaden bzw. Erschöpfungszuständen und anderen Konflikten kommt.

Workshop in der Median Klinik Wismar (direkt an der Ostsee)

Der Workshop ist auf 10 bis maximal 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgerichtet.
Wir werden 2 Tage intensiv arbeiten, die Klinik versorgt uns hoffentlich gut mit Getränken und Essen

Beginn soll jeweils um 9:30 sein. Das Ende wird sich am Sonntag auch nach den Abfahrtswünschen der Teilnehmer mit richten.

Auf Anfrage wäre ggf. auch eine Übernachtung in einem Einzelzimmer mit Verpflegung in der Klinik möglich

Die Kosten : Der Workshop kostet 240 Euro pro Person (inclusive Getränke und Mittagessen).
Unterkunft ca 55 Euro (wenn wir noch Zimmer haben)

Kontakt bzw. Anmeldung : martin.winkler@median-kliniken.de

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