Sonderpädagogischer Förderbedarf für Grundschüler

Die Frage einer möglichst optimalen Förderung in der Grundschule ist offenbar eine Wissenschaft für sich. Nachdem unser Jüngster derzeit noch 1 Jahr zurückgestellt ist und in eine Vorschulklasse des Sonderpädagogischen Kindergartens geht, steht jetzt die Frage der Beschulung an.

Bis Dezember 2011 mussten wir dazu einen Antrag auf eine Integrationsklasse stellen. Nach einigem Hin und Her steht jetzt eine Begutachtung zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs an. Vermutlich sind die Regelungen nichtmal einheitlich in den verschiedenen Bundesländern, wir leben in Niedersachsen

Nun hatten wir zwei nette Lehrerinnen (wohl von einer Förderschule) bei uns, die zunächst uns Eltern befragt haben bzw. sich wohl eben auch einen Eindruck von der häuslichen Situation machen wollten. Darauf folgte eine Beobachtung von unserem Sohn im sonderpädagogischen KiGa bzw. Gespräche mit seinen Erzieherinnen.

Das Gespräch war sehr nett. Ehrlich gesagt : Es war eigentlich das erste Mal, dass ich das Gefühl hatte, eine Fachkraft interessiert sich wirklich für die Aussagen von uns Eltern. Und versucht sie nicht nur zu bewerten, sondern zu verstehen. Ich will jetzt den anderen Fachfrauen nicht ihr Engagement absprechen, aber es geht ja auch darum, sich subjektiv verstanden zu fühlen.

Die Besonderheit bei H. ist, dass er eine erhebliche Entwicklungsverzögerung aufweist, was sich auf Probleme mit wiederholten Atemwegsproblemen in den ersten 1,5 Lebensjahren und eben einer angeborenen Veranlagung (im Sinne einer Dyspraxie bzw. Störung der Koordinationsentwicklung) zeigt. Viel davon habe ich auch und ich persönlich finde die Abgrenzung zu den ADHS-Problemen im Hinblick auf die Exekutivfunktionen, Koordination höherer Handlungsabläufe bzw. auch Zugriff auf den Arbeitsspeicher halt schwierig.

Sehr hilfreich (und entlastend) fand ich die Aussage, dass ein K-ABC als Intelligenztest bei diesen Kindern mit grosser Vorsicht zu werten ist. Was auch dem klinischen Eindruck halt entspricht. Einfach, weil ein Kind Teilleistungsstärken und -schwächen haben kann.

Ohne dem Gutachten vorgreifen zu wollen bzw. zu können, wird jetzt wohl unser Antrag auf eine Integrationsklasse unterstützt, indem sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wird.

Darüber hinaus wird wohl auch eine Schulbegleitung empfohlen. Dabei habe ich nicht zu hoffen gewagt, dass sie das von sich aus ansprechen. Wäre schon schön, wenn dies zusätzlich möglich wäre.

Die nächsten Schritte werden wir abwarten und wohl auf die Einsetzung einer sog. Förderkommission verzichten. Zumindest momentan scheint es so, dass derzeit Schule und eben auch Gutachter und Eltern an einem Strang ziehen.

Das Gutachten ist jetzt mit uns besprochen, am Wochenende werde ich eine Schulbegleitung beantragen… Mal abwarten, wie es weitergeht.

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