ADHS und wissenschaftlicher Unsinn

Maus ? Telefon !

Was jetzt vielleicht wie ein netter häuslicher Dialog klingt, hat in der Laienpresse mal wieder in Sachen Anti-ADHS für Wirbel gesorgt.

Handy-Strahlung soll ADHS auslösen. Nun gut. Erst sollte es Krebs sein und dann eben ADHS. Im Tierversuch sollen angeblich über 17 h mit Handy bestrahlte Mäuse hibbelig geworden sein. Behauptet immerhin ein Forscher von der Universität Yale.

Diesmal also nicht der Hüther, sondern ein Taylor. Gynäkologe.

In der Zeit-Online wird dieser Fachartikel zerpflückt. Und es bleibt noch nicht einmal ein Häufchen Wahrheit bzw. Übertragbarkeit auf Menschen übrig. U.a. wird dargelegt, dass die Dosimetrie bzw. wissenschaftlichen Rahmenbedinungen nicht standardisiert und übertragbar auf den Menschen sind. Und überhaupt grundlegende Standards der Wissenschaftlichkeit nicht gegeben waren. Ein Wunder, dass sowas dann durch den sog. Peer-Review einer Fachzeitschrift geht. Vermutlich eben, weil ADHS so polarisiert und es erstmal „interessant“ genug für Pressemitteilungen ist. Da sind viele Themen aus der Gynäkologie-Grundlagenforschung sicher nicht so auflagenstark zu vermarkten.

Fazit: Mütter können weiter telefonieren. Sollten sich dann aber nach der Geburt besser den Babys und weniger dem Handy widmen 🙂

Was sie natürlich auch tun !

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