Fernseh-Aufreger Mo 22.45 Ard

Na ja, da werde ich schon schlafen. Ich hatte das Wochenende über Dienst und will mich nicht noch weiter aufregen. Heute läuft mal wieder eine Fernsehsendung mit dem verheissungsvollen Titel „Pillen für den Störenfried“. Laut FAZ-Online soll der Tenor zwar eindeutig sein, die Redakteurin aber sonst einigermaßen gut. Na ja …

Meine Vermutung ist ja, dass es quasi eine Berufsvoraussetzung für Journalisten ist, ADHS-Züge zu haben. Die „Abwehr“ ADHS als eine Krankheit zu akzeptieren bzw. Methylphenidat im Rahmen einer multimodalen Therapie objektiv darzustellen erklärt sich dann auch u.a. dadurch, dass sie dann ja selber mal eine Diagnostik oder Therapie aufsuchen müssten. Würde vielleicht bei dem ein oder anderen Journalisten helfen, dass endlich mal bessere Beiträge in der Glotze laufen würden.

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4 Gedanken zu „Fernseh-Aufreger Mo 22.45 Ard

  1. creatio ex nihilo

    Interessante Anregung, ich würde mich gerne von Ihnen therapeutisch beraten lassen!

    Leider verfüg ich als Regienachwuchs nicht über den senderinternen Einfluss, der für einen seriösen Titel meines thematisch verwandten Dokumentarfilms Sorge trägt. Jedoch würde ich mich im Zweifelsfall gegen diese Auswertungsform entscheiden.
    Diverse Interessengruppen sitzen auf den öffentlich-rechtlichen („Förder“)Geldern und zensieren die Postproduktion. Ich recherchiere daher unbezahlt in einer Nische, die es mir ermöglicht frei zu filmen/editieren und dabei zumindest meine Produktionsunkosten zu decken. Ich wäre für eine themenkundige Beratung zutiefst verbunden!

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  2. Dr.Fritz Gorzny

    AD(H)S ist häufig mit einer Lese/Rechtschreibschwäche vergesellschaftet, die wiederum meist auf einer Störung des Beidäugigen Sehens , der sog. „Winkelfehlsichtigkeit“ beruht.
    Die betroffenen Kinder und Schüler, aber auch Erwachsene haben Probleme längere Zeit Objekte oder Lesetexte zu erfassen. Die Buchstaben tanzen ständig vor den Augen, ein sinnvolles Lesen ist dann nich mehr möglich, die Schrift ist chaotisch. Da auch die Umwelt ständig in scheinbarer Bewegung ist, fühlen sie sich am wohlsten, wenn sie selber ständig in Bewegung sind. Damit fallen sie ihrer Umwelt auf die Nerven und werden ausgegrenzt oder gemobbt. Ein circulus vitiosus setzt ein. Das Selbstwertgewühl sinkt bis zu Depressionen und Suizidgedanken.Eine wirksame Abhilfe gegen diesen Verlauf ist die Wiederherstellung eines stabilen beidäugigen Sehens nach der Meß-und Korrektionsmethode hach H.-J. Haase am Polatestgerät. Hierbei werden die gemessenen Abweichungen vom normalen Binokularsehen mit Prismengläsern korrigiert und in eine Brille eingearbeitet. Danach konnte ich in vielen hunderten Fällen eine spontan sofortige Verbesserung des Beschwerdebildes beobachten.

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    1. Dr Martin Winkler Autor

      Zumindest in dieser Vereinfachung bzw. Darstellung halte ich die Aussage für falsch.

      Die Winkelfehlsichtigkeit / Heterophobie erklärt nun sicher nicht alle Formen von ADHS und / oder Legasthenie. Es mag Kinder geben, bei denen man auf die geschilderte Problematik eingehen sollte, besonders wenn das räumliche Sehen gestört ist, also beispielsweise 3-D-Bilder nicht erkannt werden.

      Ansonsten wird das Für und Wider der Existenz und Behandlung der Heterophobie sehr unterschiedlich diskutiert. Schon allein die Aussage, dass es „immer“ so ist bzw. die Erklärung, dass die Bewegung ein Ausgleich der Doppelbilder ist, halte ich für unseriös.

      Dennoch : Danke für den Hinweis

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