Kaffee hält gesund

Medizin ist ein überraschendes Fachgebiet. Hätten Sie gedacht, dass Zeugen Jehovas seltener an Herzoperationen versterben, obwohl oder weil sie eben Bluttransfusionen ablehnen? Sie werden vermutlich gründlicher untersucht, bzw. es wird gründlicher abgewogen, ob sich die Op wirklich als erforderlich erweist. Gar nicht so blöd. Vielleicht sind die Bluttransfusionen aber auch wirklich gar nicht so ungefährlich. Manchmal hilft es also, sein herkömmliches Denken mal zu hinterfragen und nicht alle Überzeugungen als gegebene Wahrheit zu nehmen.

Dazu gehört auch die Fehlüberzeugung, dass Kaffee ungesund ist. Wissen wir ADHSler ja schon länger, oder? Nicht umsonst hängen an meiner Zimmertür mehrere Bilder, die mich als Kaffeesüchtigen ausweisen. Bis zu fünf grosse Tassen (Becher?) am Tag sind offenbar schützend vor Herzversagen und besser als zu wenig. Siehste hier.

Nun, in der Erkenntnis, mich mit meinem Kaffeekonsum vor einem Herzversagen zu schützen, trinkt es sich doch viel besser.

Ich finde es spannend, sich mal von den festgetretenen Trampelpfaden von Überzeugungen und Empfehlungen in typischer ADHS-Sichtweise zu entfernen und damit vielleicht auch mal zu überprüfen, was wirklich hilft oder schadet.

In diesem Sinne: Unsere Kaffeemaschine wird sich auch morgen nicht nur als Kommunikationszentrum der Klinik auszeichnen, sondern aktiv für meine Gesundheit arbeiten 🙂

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5 Gedanken zu „Kaffee hält gesund

  1. d2kx

    Sorry für das Pushen eines alten Beitrags, bin erst kürzlich auf den Blog gestoßen. Habe letzten Dezember, vor 2,5 Monaten zum ersten Mal Coffein probiert (mal Cola als Kind ausgenommen) (ich bin 21 Jahre, Student) und ärgere mich jetzt dass ich das nicht schon vorher habe (dann wäre in der Schule sicher einiges anders gelaufen). Kaffee finde ich aber eklig, teuer, unpraktisch, schlecht dosierbar und zeitaufwändig, daher greife ich zu Coffeinum 0,2g N (Koffeintabletten).

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  2. OP-Tisch-Pilotin

    wo kann ich das mit den zeugen jehovas nachlesen? was ist an deren lebensweise so anders, dass sie vor herzproblemen geschützt sind? es gibt auch situationen, in denen man ohne operiert zu werden, transfusionen benötigt. diese ansicht, lebenswichtige med-behandlungen zu verweigern, ist einfach nur krank… wäre ich, bzw. meine mutter ein zeuge jehovas, wäre ich schon sieben mal an blutverlust abgekratzt.

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