Schulranzen Unordnung

Es ist immer wieder erstaunlich, was sich so in einem Schulranzen finden lässt. Und dort nicht hingehört.
Gut, der Schulranzen unseres Sohns lebt noch nicht, auch wenn das Schulbrot häufig vergessen wird. Aber es schimmelt zumindest nicht, weil wir (bzw. meine Frau regelmässig) nachschauen und nachfragen.

Dennoch finden sich auch jetzt noch abzugebende Bücher aus der Schulbücherei (vor Weihnachten ausgeliehen), Bastelarbeiten für Weihnachtsgeschenke (kann man ja nächstes Jahr verwenden), eine ganz zufällig auffindebare Sachkundearbeit und dies und das.

Ich kann aber irgendwie so gar nicht böse sein, weil es bei mir im Schulranzen vermutlich nie anders aussah. Ich habe mich heute gefragt, ob man gewichtstechnisch anhand des Zusatzgewichtes eine erste Screening-Diagnostik in Hinblick ADHS / Nicht-ADHSler in der Grundschule vornehmen könnte. Ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Aber vermutlich schleppt der gemeine ADHSler bzw. die verträumte ADHSlerin locker 500-1000 g mehr täglich mit in die Schule und wieder zurück.

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5 Gedanken zu „Schulranzen Unordnung

  1. papillonindigo

    Wie es mit meine Schuleranze war, errine ich mich nicht mehr… Aber in meine Handtasche sind immer einige überaschungen zu finden so wie in meine Rucksack. ADS wächst sich definitiv nicht aus.

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  2. Mike

    Ja, der Papa hat in seiner Arbeitstasche nie das, was er wirklich braucht; der Kalender dient zu Deko-Zwecken und die Aussage lautet dann immer: Oh, ich hab gerade den falschen Kalender eingepackt, ich mache den Termin mit Ihnen, wenn ich wieder im Büro bin. Zentral digital wird da schnell zur Qual (und reimt sich :). Die Aktenführung der Klienten dabei leider auch total chaotisch; Notizen quer auf mehren Zetteln verteilt, die dann auch schon mal nicht mehr lesbar oder rekonstruierbar sind.
    Der Sohnemann, gerade eingeschult, weiß dann häufig nicht, wo seine Sachen abgeblieben sind. Turnsachen waren doch dabei, hatte Mama doch eingepackt? Hab‘ ich nicht mehr gefunden…Oder es finden sich Regenwürmer im Mäppchen anstatt der Stifte 🙂 Natürlich ist der Ranzen in der Schule auch mal ganz verschwunden oder es befinden sich Sachen dort drin, die jemand anderem gehören; da ist Scham gelgentlich ein Gefühl, dass die Beziehungen zu den Mitschülern nicht immer positiv beeinflusst.
    Am eindrucksvollsten dann letztens der Chorauftritt: Total angespannt, nahezu zeitweise körperliche Starre, erste Reihe, ziemlich groovy dennoch, beim Applaus und Zugabe-Rufen dann die Ohren zugehalten, als einziger. Auf die Frage, wie er den Auftritt für sich empfunden hat: Ja, war gut, ein bisschen peinlich, wegen der „Baby-Lieder“ und laut 🙂
    Auf dem ersten Elternsprechtag: Ja, Ihr Sohn ist ziemlich verpeilt, desorientiert, vergisst viel, aber er hat einen tollen Humor. Er hat keinen schlechten Stand bei den anderen, arbeitet aber lieber alleine. Gruppenarbeit nicht sein Ding. Intellektuell den anderen weit voraus, liest schon Bücher, wo andere mit den Buchstaben anfangen.

    Seit einem Jahr in Ergo-Behandlung, noch keine fachmännische/ frauische Diagnose, wahrscheinlichkeit m.M. nach hoch.

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  3. *

    Das endet nicht mit der Zeit als Schüler. Immer wieder toll, wenn die Lehrerin vor versammelter Klasse ein Buch aus der Tasche zieht, an dem eine (saubere!) Windel hängt oder ein Schnuller baumelt…

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  4. Cordula

    Dieses Phänomen endet nicht mit der Grundschulzeit, stelle ich fest. Unser Neu-Gymnasiast halst sich außer dem bereits geschilderten Bodensatz (ich habe in der Aufstellung Kastanien, ein zerbrochenes Lineal („Das kann ich noch benutzen!“) und die Papierschiffchenflotte vermisst) auch aus einer gewissen Sturheit Zusatzgewicht auf. Aus nicht erkennbarem Grund stand ein Collegeblock auf der Materialliste, und im Laden verlangte er einen doppelt-dicken, weil dessen Deckblatt schöner war. Nun trägt er täglich 160 Blatt Papier hin und her, weil er nicht weiß, ob er sich evtl. blamiert, wenn er keinen Collegeblock vorweisen kann. Zu Hause lassen? Geht nicht. Außerdem zwei Federmäppchen mit vier Ersatzminen für die Tintenroller. Man weiß ja nie. Die Batterien habe ich ihm immerhin abnehmen können …

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  5. alipajolu

    Das kenne ich. Mein Rucksack war ein reines Sammelsurium. Aauch die Raunzen meiner Kids sehen so aus. Wenn wir aussortiert haben, sind sie überrascht wie leicht er geworden ist. Allerdings fällt dann auch auf, was wieder an Bleistift, Stiften allgemein, Scheren Usw. fehlt und nachgekauft werden muss.

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