Wender-Zeichen bei ADHS

Neue Woche, neue Patientin.

Heute habe ich in der Gruppe eine Patientin neu kennengelernt, die wegen der Behandlung ihrer Essstörung in die Klinik kommt. Nachdem wir ein wenig in der Vorstellungsrunde waren, fiel mir ihr Wippen des Beins auf. Das war irgendwie ansteckend, weil auch bei einer weiteren Patientin das Bein heftig an zu wippen anfing.

Aus einer Laune heraus musste ich an das sog. Wender-Zeichen als Hinweis auf eine ADHS-Konstitution denken. Ich sprach es offen an: Tatsächlich, bei ihr war im Alter von 8-9 Jahren ein ADS (vom unaufmerksamen Subtyp) diagnostiziert und dann bis zur Pubertät auch medikamentös behandelt worden.

Eigentlich wirkt sie auf andere Menschen eben sehr ruhig und verschlossen. Aber das Wippen des Beins ist ein Zeichen der motorischen Hyperaktivität, das eben schon vom ADHS-Pionier Paul Wender beschrieben wurde.

Ganz klar: Das ist kein ADHS-Test bzw. keine ADHS-Diagnose. Aber manchmal macht sich eben die motorische Unruhe auch so sichtbar bemerkbar.

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2 Gedanken zu „Wender-Zeichen bei ADHS

  1. mokurenchan

    Das mit dem Bein-Wippen ist mir garnicht so bewusst gewesen, aber es stimmt. Ich wippe viel mit dem Bein, auch wenn ich es inzwischen soweit kompensiert habe, dass nur noch die Zehen oder der Fuß wippt und es für mein Gegenüber nicht mehr sichtbar ist.

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