ADHS Survival-Pack: Was gehört in einen ADHS-Haushalt?

Ich möchte mal Euch Leserinnen und Leser bitten, mir Vorschläge für eine Art „Notfall- oder Standard-Ausrüstung für ADHS-Familien Erwachsene mit ADHS“ zu machen. Ich möchte eine Art Liste der wichtigsten hilfreichen Tools wie z.B.

  • gute Wecker, Timer / Kalender /
  • Haushaltshilfsmöglichkeiten
  • Bücher
  • Apps
  • Ferienziele

und sonstige Dinge erstellen. Das,  was also in keinem ADHS-Chaoten-Haushalt fehlen darf.

Einfach, praktisch, ADHS-erprobt.

Habt ihr Ideen? Seid kreativ!

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35 Gedanken zu „ADHS Survival-Pack: Was gehört in einen ADHS-Haushalt?

  1. Franziska

    Wir haben seit 15 Jahren ein Schlüsselbrett direkt neben der Garderobe im Flur, seitdem wird 9 Mal von 10 den Haus-/Autoschlüssel (ein Bund!) gleich nach dem Nach-Hause-Kommen dort aufgehängt.

    Im Flur steht ein große Bank, unten steht eine Schuhablage.

    Jacken werden bei uns über dem Treppengelände geschmissen.

    Meine Handtasche hänge ich an der Heizung im Flur.

    Tragbares Telefon mit Ladestation steht in der Küche auf dem Kühlschrank. Somit von allen Räumen im EG gut hörbar/erreichbar. Praktisch wäre ein Telefon im EG und eins im OG (im Flur).

    Scheren, Stifte, Kleber, Thesafilm, Locher…in der jeder Schublade ein Stück! Also im Büro, in der Schublade des Couchtisches, in der Schublade des Buffets im Esszimmer, in einer Schublade der Küche und natürlich in den Kinderschlafzimmern.

    Ansonsten werden ALLE Termine in meinem Handykalender eingetragen, zusätzlich im Familienkalender in der Küche. Dieser hat 4 Spalten, 1 pro Familienmitglied. Er hängt in der Küche gut sichtbar, daneben habe ich die Öffnungszeiten von Geschäften (Paketshop, Raiffeisenmarkt, Supermärkte, Friseur, usw.), Recyclingshof, usw. geklebt. Dank Erinnerung im Handy-Wecker prüfe ich jeden Abend, welche Termine am nächsten anstehen. Das Handy-Kalender erinnert mich danach am Tag des Termins.

    Muss ich irgendwo was holen (z.B. Medi in der Apotheke), dann trage ich das SOFORT nach der Bestellung (egal ob vor Ort oder zu Hause) im Handy-Kalender.

    Zeiten, wo ich wöchentlich etwas tun muss (Bio Obst am Donnerstag kaufen, Tochter am Montag um 16 Uhr abholen, Tochter am Mittwoch um 17 Uhr zum Tanzunterricht bringen, um 18.30 Uhr abholen, trage ich im Handy-Wecker ein.

    Sachen wie zum Reclingshof fahren mache ich nur an bestimmten Tagen (Samstag vormittag).

    Gut auch, um nicht zu spät zu kommen: am Abend vor dem Termin alle Sachen in der Tasche packen, die man braucht (Trinkflasche-gut verschlossen, evtl. in einer Plastiktüte!-Brotzeit, Handy, Brille, Börse, usw.). Adresse des Arztes (z.B.) im Handy eintragen (geht im Handy-Kalender) am Besten gleich nach der Terminvereinbarung. Wenn man X Minuten für die Fahrt benötigt, 1/2 Std früher wegfahren (Termin um 11 Uhr = um 10 Uhr wegfahren und nicht um 10.30 Uhr). Hat man im letzten Moment etwas vergessen (Handy, Brille), dann hat man damit etwas Puffer.

    Im Seitenschrank neben dem Kühlschrank habe ich den Müllkalender aufgehängt, dazu eine Liste von wichtigen Nummern (Freunde/Verwandten, Ärzte, usw.), für den Fall, dass ich mal versehentlich wieder die gespeicherte Liste im Telefon gelöscht habe. Die Tage, an denen die Müllabfuhr kommt, habe ich im Handy-Kalender 6 Monate im Voraus eingetragen: so werde ich ein Tag vorher um 17 Uhr daran erinnert, die schwarze, brauche oder blaue Tonne zur Straße zu bringen.

    Ansonsten passe ich immer auf, im Auto mehrere Einkaufstaschen zu haben. In der Handtasche habe ich immer mehrere kleine faltbaren Einkaufstaschen.

    Lesebrille: eine Lesebrille (billig von Supermarkt) in jedem Zimmer (Schublade/Nachtkästchen).

    Papiere/Rechnungen: sie kommen zuerst in eine Ablage auf dem Büro. Am Montag nachmittags (Erinnerung dank Handy-Wecker) werden die Rechnungen bezahlt und im Ordner aufgeräumt, Papiere aufgeräumt. Ein fester regelmäßiger Termin ist unerlässlich. Ebenfalls im Handy-Kalender jetzt eingetragen: Konto am 1. des Monats kontrollieren (Lastschriften, Rückerstattungen nach Retouren, usw.) , Kontoauszug des Monats ausdrucken und GLEICH im Ordner aufräumen.

    Eltern-Portal (Schule der Kinder): jeden Montag um 8 Uhr reinschauen (Handy-Wecker!). Brief GLEICH durchlesen, ggf. ausdrucken, in den jeweiligen Schulordner aufräumen (jedes Kind hat eine andere Farbe! ).

    Formulare für die Schule werden GLEICH gelesen, unterschrieben, in den Schulranzen des Kindes aufgeräumt.

    Schultermine wie Sporttage (Sporttasche mitnehmen) auch im Handy-Wecker (am Besten am Vorabend die Tasche vorbereiten, im Flur legen).

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    1. Franziska

      Timer und Whiteboard halte ich für eine tolle Idee! Beiden stehen gerade im meinem A***N Warenkorb.

      Ansonsten noch ein paar Ideen:

      *NOTIZBLOCK liegt jetzt immer an gleicher Stelle in der Küche (mit Stift darauf): damit kann ich gleich eintragen, welche Lebensmittel mir fehlen und eingekauft werden müssen.

      In dieser Hinsicht sind Vorräte für lang haltbare Lebensmittel sehr praktisch. Zum Glück haben wir ein großes Speisekammer im Keller.Hier werde ich auch einen Notizblock mit Stift anbringen. Dann weiß ich gleich vor dem Groß-Einkaufen, welche Vorräte gekauft werden müssen.
      Natürlich kann man das auch auf dem Whiteboard notieren, vorausgesetzt, er hängt in der Küche!

      *für die wichtige POST : Ablage im Flur neben der Eingangstür. Damit kann man die Briefe gleich nach dem Nach-Hause-Morgen zuerst dort ablagen, immer gut sichtbar und später aufmachen/lesen/aufräumen/wegschmeißen.

      *für die unwichtigen Briefe/Werbebroschüren/Zeitschriften/Gutscheine, usw.: eine 2.Ablage ebenfalls im Flur, neben der Eingangstür. Dafür kann man z.B. einen Zeitungsständer verwenden.

      *wichtige Adressen (Ärzte z.B.) im Handy Speicherfach „Kontakte“ gleich mit Telefonnummer eintragen. Falls man vor dem Fahren wieder vergessen hat, nach der Adresse zu schauen.

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  2. christianegrossmann

    Noch ein PS zu all den Tipps:

    ADHS-ler und Eltern neigen gerne dazu, jeden Tipp auszuprobieren. Aber anstatt nun die Wohnung mit Post-its und strategischen Abläufen vollzupflastern, sollte man eine strategische Auswahl der möglichen und vor allem individuell passenden Hilfen vornehmen. Weniger ist mehr! Nicht sämtliche geforderten Abläufe gelichzeitig eintrichtern wollen, sondern lieber in kleinen Schritten immerwiederkehrende Abläufe automatisieren lernen. Wenn dann ein Ablauf klappt, kann man zum zum nächsten Schritt erweitern und ändern.

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    1. Dipl.-Psych. Piero Rossi

      „Strategische Auswahl“ + „Abläufe automatisieren“ + „kleine Schritte“ + ADHS vertragen sich im Alltag von ADHS-Betroffenen normalerweise etwa so gut die Katz und Maus. Theoretisch sowie in Einzelfällen ist das mehr als OK, nur praktisch können viele ADHS-betroffene Eltern und Kinder syndrombedingt eben das gerade nicht. Die Tipps sollten, wenn sie nicht nur individuelle Gültigkeit beanspruchen, vor allem beim Problem des Umsetzens ansetzen. Also: Wie schaffe ich es, „in Fahrt zu kommen“ und dann vor allem bei all dem Vorgenommenen und Empfohlenen auch dranzubleiben?

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      1. Franziska

        Mit der von Ihnen empfohlenen „Wenn ich…“ Idee probieren.

        Also z.B.
        WENN ich morgens nach Hause komme:
        *leere ich die Müll-und Papiereimer aus
        *räume ich das saubere Geschirr auf

        WENN ich morgens meinen grünen Tee getrunken habe:
        *kontrolliere ich meine Emails
        *schreibe die Do-Do Liste für den heutigen Tag
        * vereinbare evtl. Termine mit Ärzten aus
        * erledige Bestellungen

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  3. christianegrossmann

    À propos Trillerpfeife: gefällt mir nicht wirklich, es hat etwas kommandiererisches an sich. Ich bin lieber gelaufen, um meine Kinder zu holen. Mit Trillerpfeife kann ich meinen Hund kommandieren, aber meine Kinder???? Nein, wirklich nicht! Es ist herabwürdigend und klingt eher nach Dressur, als nach Erziehungshilfe!

    Ich habe zeitweise einen Keyfinder benutzt, um die Geräuschkulisse am gemeinsamen Essenstisch zu regulieren. Wenn alle Kinder anfangen, durcheinander und gleichzeitig zu reden, wird es schnell mal zu laut. Da der Keyfinder auf Lautstärke reagiert, fängt er ziemlich durchdringend zu piepsen an, wenn’s ihm zu laut wird. Es hat mich dahingehend entlastet, dass ich nicht mehr der „Buhmann“ war, der sich Gehör verschaffen musste, sondern ein Gerät objektiv angezeigt hat, dass es momentan zu laut und zu durcheinander hergeht.
    Hat gut funktioniert…;) Die Kinder haben u.a. auch damit gelernt, nacheinander und in normaler Lautstärke zu reden 😉

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  4. Cordula

    Etwas verspätete Antwort, dafür mitten aus dem erholsamen Urlaub im schwedischen Wald. 🙂

    In unserem Haushalt unverzichtbar sind Hängeregister! Wir versuchen gar nicht mehr, Dinge in Ordner abzuheften. Sachen von oben reinfallen lassen, und es gibt keine unschönen Stapel mehr auf dem Schreibtisch. Funktioniert auch für Schulsachen – eine Hängemappe für jedes Schulfach.

    Für Notizen etc. haben wir statisch haftende Whiteboard-Folie an den Türen. Für ToDo-Liste, ToRäum-Liste, Mal-wieder-kochen-Vorschläge und so weiter. Wenn etwas abgehakt werden kann, freuen sich alle gemeinsam.

    Eine Liste mit Dingen, die man ohne Computer machen kann. Von den Kindern selbst bei guter Laune zusammengestellt. Sie wird konsultiert, wenn jemand nach dem Computer-Aus im emotionalen Loch sitzt und nichts mit sich anzufangen weiß.

    Natürlich elektronische Kalender, auf allen Geräten synchronisiert. Einen für jedes Kind, zwei für jeden Erwachsenen (Beruf und privat). Anders hätten wir keine Chance. (Wer fährt wen wann wohin und braucht dafür das Auto?)

    Für das am stärksten betroffene Kind eine „Wichtig-Kiste“. Dort wohnen alle Dinge, die ihm lieb und teuer sind. Geldbeutel, Sonnenbrille, Smartphone, Kamera, aber auch Erinnerungsstücke etc. All diese Dinge werden von anderen Findern der Familie grundsätzlich dort hin getan, und der Tipp, sie dort zu suchen, wird papageienartig wiederholt. Klappt nach nunmehr zwei Jahren immerhin schon leidlich gut.
    Für alle anderen Menschen und Dinge im Haushalt die Frage: „Wo muss ich das hintun, damit du es wiederfindest?“ Wir müssen die innere Ordnung der anderen kennenlernen. Sonst funktioniert die äußere Ordnung ja gar nicht.

    Unsere Zwischenablage ist die Treppe. Wenn mehr als die Hälfte aller Stufen belegt ist, wird es ungemütlich, d.h. dann müssen Dinge mit rauf oder runter genommen werden. „Das habe ich zuletzt auf der Treppe gesehen“ ist immer ein guter Hinweis.

    Hope this helps. 🙂

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    1. Franziska

      Eine statisch haftende Whiteboard-Folie, die man an Türen kleben kann, ist eine prima Idee! z.B. für Lebensmittel, die gekauft werden sollen (an der Speisekammer-Tür klebend z.B.).

      Ich habe jetzt für die vielen kleinen Sachen, die immer wieder bei uns herum liegen, von denen ich aber zuerst nicht weiß, wohin damit, einen kleinen Einkaufskorb in der Küche. Darin tue ich jetzt die Sachen nach und nach rein und kann später alles nach und nach in verschiedenen Zimmern aufräumen.

      Ich habe jetzt auch in der Küche einen Wäschkorb (quadratisch praktisch, passt exakt zwischen Türrahmen und Apothekenschrank). Darin werfe ich alle schmutzigen Küchentücher/Putzlappen und wasche sie ein Mal/Woche (ich muss noch eine Tragetasche nähen).

      Dazu einen Papiereimer.

      Ein zusätzlicher Einkaufskorb ist auch praktisch, um verschiedenen Sachen von Geschoss zu Geschoss zu transportieren (z.B. Trinkflasche für die Nacht, Lesebrille, usw.). Denn kann man z.B. im Flur neben der Treppe legen.

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      1. leidenschaftlichwidersynnig

        Nicht soooo schwer.
        Er darf bloß nicht groß sein und man darf nicht den Anspruch haben, dass die Umgebung piko- bello sein muss.
        Beispiele:
        mein Platz am Fenster : Sitzplatz frei, 1 Seite der Fensterbank frei, Platz für Kaffee-Tasse
        Mein mini-Balkon: da kommt generell nix andres drauf als die Möbel, ich und Lappy, Buch, und IMMER wieder mit rein nehmen. IMMER.
        Mein Musik-Platz: da kommt nix anderes hin, als Noten ( aktuelle auf den Ständer , andere durcheinander auf dafür vorgesehenen Stapel) Instrument, Stuhl .
        Inseln im Chaos. Je mehr, desto besser.
        Dein Einwand, das es nicht klappt, gilt doch genauso für Timer, to-do- dingens und sonstige technische Hilfsmittel.
        Gegen “ mir gerade egal“ ist kein Kraut gewachsen.

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      1. Franziska

        Mein Wecker ist mein Handy seit Jahren. Ich vergesse allerdings regelmäßig, ihn am Abend mit zum OG zu nehmen (er liegt im Flur neben des Schlafzimmers).

        Es gibt im Fachhandel aber normale geräuschlose Wecker. Ich mag aber den lauten schrillen Ton nicht, da fängt mein Tag damit schlecht an.

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  5. LearningByDoing

    Für mich mittlerweile unverzichtbar geworden:
    Eine günstige Haushaltshilfe mit Oma-Charakter, die es nicht leid wird, ob der kleinen und großen Missstände den drohenden Zeigefinger zu zeigen: Soziale Kontrolle ohne übermäßigen sozialen Druck, und durch den Umstand, dass wöchentlich eine gewisse Grundordnung geschaffen wird, packt man dann doch mal eher spontan etwas an.

    Ansonsten auch ein riesiges Whiteboard, in jedem Zimmer vorrätige A5-Notizblöcke, und allerlei digitale Helferlein, die den chaotischen Arbeitsstil etwas abfangen:
    – synchronisierte ToDo-Listen wie Wunderlist oder TaskDuck
    – Scrivener für Schreibarbeiten
    – gCal
    ….

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  6. Monika Bruns

    Post its, die überall verteilt sind, mit Erinnerungen. Eine Tafel im Bad, am besten gegenüber der Toilette, wo bitten oder Erinnerungen oder Aufgaben drauf stehen ( hat bei uns gut funktioniert, weil man beim Toiletten gang immer darauf schauen muss und dann erinnert wird), verschiedene Timer, für Waschmaschine, Trockner USW. Also Geräte, die man im Keller hat und nicht sieht, einen Platz für sich alleine, für eine verschnauf Pause, die Kraft, die Kinder konsequent ins Zimmer zu schicken, wenn man aufräumen muss, Fotos im oder am Schrank, wie es im inneren sein sollte (wie die Teller, Tassen, Gläser, Schüsseln etc. Gestapelt sein sollen, oder die spielzeugkiste aussehen soll, was drin ist USW.) im Kinderzimmer eine Figur an der Wand, lieblingstier oder Figur des Kindes, das man anschreien kann, mit Spielzeug bewerfen kann, sorgen erzählen kann oder erfolge, halt Einen Freund, der nicht meckert, keine Vorurteile hat und einfach zuhört und sich mit freut oder ärgert, einen Box sack oder viel Holz im Gärten zum hacken, und vor allem einen Riesen Vorrat an Kaffee und Schokolade, viel Geduld, Einfühlungsvermögen, Konsequenz Toleranz, und vor allem keine ständigen vorwürfe und beschwererei gegen seine Kinder oder Partner, weil sie mal wieder anstrengend sind ( es gibt soviele schöne Momente, Tage, Situationen,liebe usw, da sollten die schweren nicht groß ins Gewicht fallen) und einen guten Therapeuten, Freundin oder Freund, den man dann selber anschreien kann und seine eigenen Sorgen anvertrauen kann.

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  7. Birgit Boekhoff

    Unbedingt eine FREIE Ablage im Arbeitszimmer/ Kinderzimmer/ Flur/ Küche. Diese freie Ablage ist eine ZWISCHENSTATION für Dinge, die man in ein Zimmer herein bringt oder mit raus nehmen muss. Wichtig dabei: die Zwischenstation muss zeitnah wieder geleert werden und die Dinge müssen an ihren Zielort. Hat man keine freie Zwischenstation, müssen andere waagerechte Flächen herhalten: Schreibtisch, Fussboden, Küchentisch. Und da bleiben die Dinge meistens ziemlich lange liegen…

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  8. AngelikaS aus PB

    Essensplan für ca. 4 Wochen: es gibt keine Überraschungen, und man kann gezielter einkaufen bzw. Reste verwerten

    Pflaster!!! Pflaster!!! Pflaster!!! (für die Aufbewahrung bietet sich eine alte Filmdose an….. ja, ich weiß, die gibt´s kaum noch, Alternativ Ü-Eier-Kapseln)

    Trillerpfeife: unser Ableger hörte wenig bis gar nicht auf Rufen. Die Trillerpfeife hingegen war ein so durchdringendes Signal, dass er sich angesprochen fühlte. Evtl. einen „Familien-Pfiff“ ausdenken.

    Für Mütter bietet sich das folgende Buch an, wirklich brauchbare Tipps für das tägliche Überleben:
    http://www.amazon.de/Der-Familien-Manager-Haushalt-effektiv-organisieren/dp/3821839554/ref=cm_cr_pr_product_top

    Zwar ist es derzeit bei Amazon nicht zu bekommen, aber es gibt ja noch andere Plattformen.

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    1. Dr Martin Winkler Autor

      Cool . Bringt mich auf immer neue Ideen. Also in den Sack gehören noch Pflaster und Trillerpfeife.
      Ich finde ja auch, dass es mehr „Rezepte“ bzw. Checklisten für ADHSler geben sollte. Die folgen dann als nächste Aufgabe hier 🙂
      Speziell ein Essplan für 4 Wochen ist eine sehr gute Idee.Ggf. noch mit Resteverwertungsboxen.

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  9. Doris Lemke

    Das Samartphone ist ja wahrer ein ADHS-Allrounder (Timer, Notizblock, Kalender Erinnerungston, Lexikon, Wecker etc.p.p). Aber bitte immer einen Zettel auf das Handy kleben, wer angerufen werden soll, wenn das gute Stück mal verloren geht und als Fundstück irgendwo auftaucht, (gleiches im Portemonnaie!) denn bekanntermaßen verlegen ADHSler es ja dauernd, oder lassen es in der Bahn liegen. – Meines hat mich so schon 4x wiedergefunden 🙂

    Viele Grüße,
    Doris Lemke

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  10. apfeltorte

    Ich denke Kalender Apps und Programme die automatisch mit Handy und PC synchronisieren wären noch super! Bis jetzt nutze ich die App Evernote, sowas ähnliches mit Kalenderfunktion wäre sicher super für die ganze Familie! (ich denke mit Evernote kann man viel machen, bis jetzt nutze ich es nur für Notizen falls ich spontane Einfälle habe) Vorrausgesetzt alle Mitglieder sind alt genug um ein Smartphone zu besitzen 🙂

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    1. apfeltorte

      oh nein! mein halber Text wurde gelöscht 😦 mist!
      ok nochmal kurz: nicht sehr kreativ! aber! in einen ADHS Haushalt gehört UNBEDINGT eine Spülmaschine!
      Ich sehe es momentan an mir und Freunden wie sehr es einem die Last abnimmt sich nicht noch zusätzlich um das Geschirr kümmern zu müssen! Eine Spülmaschine ist definitiv eine Invenstition die sich lohnt und die nötig ist!

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    2. LearningByDoing

      Evernote ist eine feine Sache, und hat mir selbst im Studium gute Dienste geleistet. Habe mit dem Teil mal eine komplette Seminararbeit zusammengewurstelt. Hinterher noch formatieren, und fertig war der Spittel.

      Für Kalender- bzw. Erinnerungsfunktionen bietet sich Google Calendar an, synced auch prima auf allen gängigen Plattformen. Für ToDo-Listen geht das prima mit Wunderlist oder TaskDuck.

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  11. Till

    Losgeh-Kiste: An einem festen Ort und groß genug, um alle Dinge, die man am nächsten Morgen in die Tasche packen muss, am Vorabend zu sammeln und überblicken zu können

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  12. Geza

    Bei einem ADS-Notfallkoffer mache ich doch gleich mit. Super Sache! Ich habe ein „Tool“, einen einfachen und billigen Organizer aus Papier. Ich nehme ein leeres DIN A4 Blatt und falte es drei Mal zu einem DIN A7 großen Faltblatt. Das ergibt so eine Art Heftchen. Wenn man das Heftchen ganz aufklappt, hat man eine DIN A4 Seite mit acht gleich großen Flächen. Genutzt wird es aber zusammen gefaltet. Da kann man alles notieren, was man notieren will, und es passt in jede Hosentasche oder ins Portmonee. Wenn man unterwegs ist, passt auch ein Mini-Kugelschreiber in Hosentasche oder Geldbörse.
    Auf die äußeren zwei Seiten schreibe ich die To-do-Liste für den heutigen Tag, und einen Zeitplan, wann ich was mache. Einmal aufgeklappt schreibe ich die Sachen auf, die ich am Tag so benötige oder die aktuelle Einkaufsliste. Es bleibt noch genug Platz, die spontanen Einfälle (Ideen, oder vergessene Sachen an die ich plötzlich wieder denke und im nächsten Moment wieder vergessen habe) aufschreiben zu können. Wenn die Seiten voll sind, oder am nächsten Tag, ganz einfach das Papier entlang der Falze zurück falten, und schon stehen einem wieder leere Seiten für neue Listen, Einfälle, Termine zur Verfügung. Auf die Art vereine ich alle meine Listen auf ein Blatt Papier. Ich muss nur am Abend daran denken, alle Listen und Notizen zu aktualisieren. Aber das gilt ja für andere Organisationssysteme ebenso.

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  13. Robin

    Ein Whiteboatd tut echt gute Dienste. Es hilft z.B Schmierzettel zu vermeiden und ist immer sichtbar. Mit den Stiften für Whiteboard kann man auch gut auf Spiegel und Glasscheinen schreiben. Eben all das was man als ADHSler nicht vergessen will.

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    1. christianegrossmann

      Unterteilst du die Liste auch in Kinder und Erwachsene?

      -Ein Schlüsselbrett direkt neben der Haus- oder Wohnungstür. Mit der obligatorischen Verpflichtung natürlich, sich anzugewöhnen, direkt nach Betreten der Wohnung oder der Hauses, die Schlüssel dort abzugeben.
      – Auto- und Haus-/Wohnungsschlüssel an 1 Schlüsselbund kombinieren.
      – Küchentimer unbedingt in jedem Raum, das Problem bei Erwachsenen ist, dass die jemand auch bedienen muss. Bei Kindern regeln das die Eltern.

      – Wecker evtl. zusätzlich, je nach Bedarf und je nach Raum. Küchentimer haben meist ein Maximum von 60- bis höchstens 90 Minuten.

      -Kalender, Whiteboards, Tafeln, Organizer oder gut plazierte Notizzettel oder post-its empfinde ich sehr schwierig als generellen Ratschlag, hier muss jeder sein eigenes System entwickeln und vor allem das nehmen, was ihm am meisten zusagt. Aber eine Auflistung der verschiedenen Methoden samt Vor- und Nachteilen könnte hier sicher sehr hilfreich sein.

      – da heute so gut wie jeder ein Handy hat, kann man auch das Handy mit diversen Timer- und Erinnerungsfunktionen füttern.

      -für Kinder (und vielleicht auch Erwachsene):
      -an strategischen Plätzen generelle und immer wiederkehrende Abläufe auch optisch platzieren, z.B. zusätzlich zum Timer im Bad einen Zettel am Spiegel mit den verschiedenen geforderten Abläufen (duschen, Zähneputzen, anziehen etc.) Das kann eine Liste der Abläufe sein oder speziell für kleinere Kinder, die noch nicht lesen können, in Comic-Art verfasst. Für Kinder braucht es aber enorme Unterstützung durch die Eltern, z.B. schon am Vorabend die Kleider parat legen und am darauffolgenden Morgen diese Entscheidung auch durchzuziehen bzw. sich nicht in neue Diskussionen verwickel zu lassen.

      – bei egal was, mehr als max. 2 Auswahlkriterien vermeiden. Z.B. beim Frühstück die Frage, Marmelade- oder Käse- oder Nutellabrot oder Cornflakes.Mehr als 2 Angebote führen unweigerlich zur Entscheidungskrise.

      So, mehr fällt mir jetzt spontan nicht dazu ein, aber vielleicht und hoffentlich kommen noch andere Ideen.
      VG, Chris

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  14. Birgit Boekhoff

    Hallo Herr Dr. WInkler,

    schöne Idee, das mit der Liste 🙂

    Mein Tipp: mehrere Küchentimer in verschiedenen Zimmern deponieren (am besten von Rossmann – klein, handlich, einfach zu bedienen, magnetisch, günstig). Praktisch für: Nudeln kochen, Haare färben, Emails abarbeiten, Pause machen, Sportprogramm, Hausarbeiten, Besprechungszeiten, Kuchen backen, etc. einfach für alles, was man anstellt/ anfängt/ anmacht und sich dann anderen Dingen widmet, weil man warten muss oder wo man selbst die Zeit vergisst…

    Viele Grüße
    Birgit Boekhoff

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    Antwort
      1. Birgit Boekhoff

        Ich würde sagen, für jedes Zimmer, in dem man irgendwie Zeit messen oder sich nach einer bestimmten Zeitspanne an irgendetwas erinnern will. Am einfachsten ist es tatsächlich, einfach in jedem Zimmer einen Timer zu platzieren.

        Ebenso wie Stift und Zettel an den Orten, wo die Gedanken auf Wanderschaft gehen: auf der Toilette, im Bad, neben dem Bett, etc.

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