Gefrässige Ranzenmonster und einfache Lösungen

Seit wenigen Wochen geht unser Sohn auf eine neue Schule. Zwar ist er aktuell krank, aber die Email gestern hat mir den Tag gerettet.

Die Schulsekretärin scheint ihre Klientel sehr gut zu kennen :

 

Sehr geehrte Eltern,

 

über die Ranzenpost haben Ihre Kinder heute die Einladung zum Elternsprechtag am Donnerstag, d. 20.10.2016 erhalten. Wie immer sende ich Ihnen die Einladung zusätzlich per pdf, um dem gefräßigen Ranzenmonster entgegen zu wirken.

Warum haben mich nicht früher Schulmitarbeiter vor diesem gefährlichen Monstern gewarnt ? Sie scheinen sich grundsätzlich von Schulmitteilungen, Klassenarbeiten und losen Blättern aus Mappen zu ernähren.  Keine Chance für die „Ranzenpost“. Obwohl mein Sohn ganz sicher die Mitteilungen abgeben wollte, wenn er sie denn nicht an das Ranzenmonster verloren hätte.
Das war an seiner alten Schule eines der Hauptprobleme…. Schier unlösbar für die Schule.

Nach meiner Beobachtung verschmähen Ranzenmonster dagegen Tupper-Dosen (speziell mit Brot oder Obst), was den schwunghaften Handel auf Anti-Ranzenmonster-Parties erklären könnte auf denen sich speziell Mütter rumtreiben.
Selber scheinen die kleinen Monster wiederum Schimmelkulturen in den unteren Etagen der Ranzen anzulegen, wo sie vermutlich schlafen oder für die Ferien eine Notration bunkern.

Ich habe gestern erfahren, dass gegen Zika-Viren bzw. die Mücken sehr innovative Therapien entwickelt werden. Das gemeine Ranzenmonster scheint weiter verbreitet zu sein. Auch bei mir in der Schulzeit hatte ich unter diesem Mistfiech zu leiden.  Eine Therapie scheint es dagegen nicht zu geben. Muss man sich halt damit abfinden und das Beste draus machen.

Leider gab es damals noch keine PDF und Emails.

Aber die Email selber und die Tatsache mal eine humorvolle und konstruktive Schulmitteilung zu bekommen, rettete meinen Tag.

Welche Erfahrungen habt ihr zur artgerechten Haltung der Ranzenmonster gemacht ? Hilft es, sie nett zu behandeln ?

Ist es eigentlich ein ER oder eine SIE (was ich vermute) ?

 

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3 Gedanken zu „Gefrässige Ranzenmonster und einfache Lösungen

  1. I.M.

    Ich werde glücklicherweise mit diesem Phänomen nicht konfrontiert, weil es in der Schule meines Sohnes eine ganz einfache Lösung für die Weitergabe jeglicher Nachrichten für und von den Eltern gibt. Jeglicher Schriftverkehr wird über die „Postmappe“ weiter geleitet. 😀
    Alle Kinder befördern jegliche schriftliche Elterninfo direkt dort hinein und zu Hause soll von den Eltern täglich die Mappe auf neuen Inhalt überprüft werden. Umgekehrt steckt Mama oder Papa den Schriftverkehr zu Hause in die Mappe und die Lehrerin kontrolliert regelmäßig ihre „Post“. Die Verantwortung der Weitergabe lastet somit nicht auf den Schultern der Kinder, sondern auf denen der Eltern und der Lehrerin. Eine sehr gute Lösung, wie ich finde.

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  2. leidenschaftlichwidersynnig

    Gefräßige Ranzenmonster scheinen noch weitaus gefährlichere Verwandte zu haben: Zettel-Austeil-Verhinderungs-Viren. Diese bewirken beim Lehrpersonal, dass wichtige Mitteilungen frühzeitig an Schüler weitergegeben werden, sei es per Zettel oder sonstwie. Sie scheinen die exekutiven Handlungsfunktionen der Lehrer zu blockieren, es ist jedoch ungeklärt, auf welche Weise sie dieses bewirken. Nachgewiesen ist allerdings, dass der Virus sich schnell verbreitet und in der Regel eine Vielzahl der Lehrer einer Schule betroffen sind.
    Der Lebensraum Schule scheint sowohl für die Monster als auch für die Viren ideal. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Ranzenmonster auf Lehrertaschen übergehen, wo sie dann jedoch nur Nahrung finden, wenn nicht zuvor der Virus zugeschlagen hat.
    Trotz Bemühungen der fachkundigen Elternschaft und Erziehugnswissenschaftlern ist es bis heute nicht gelungen, Schulen zur Einhaltung relativ simpler Präventionsmaßnahmen zu bringen.
    Ist das Ranzenmonster erst einmal im Ranzen des Kindes heimisch geworden, ist von rigiden Maßnahmen wie täglicher Taschenkkontrolle und ähnlichem abzusehen, da Ranzenmonster über eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit verfügen: sie mutieren gerne zu Ranzenverliermonstern.
    Sinnvoll ist hingegen, dem o.g. Virus mit Präventionsmaßnahmen , z.B. guter Schulorganisation, entgegen zu wirken. Damit wird zumindest eine Doppelung der Auswirkungen verhindert. Sind die Ranzenmonster gesättigt,
    besteht eine gute Chance, das Zettel einige Tage nach dem Verteilen in leicht ramponierten Zustand dennoch auftauchen und die Adressaten, meist Eltern, auf den letzten Drücker dennoch erreichen. Es empfielt sich, dieses nicht zum Dauerthema mit dem Kind zu machen.

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  3. anneinsideoffice

    Ich war als erster Beruf als Kindergärtnerin unterwegs. In der Schweiz gehen die Kinder mit einem „Znünitäschli“ in den Kindergarten. Es ist zwar nicht gross, aber Zettel an die Eltern frass es gerne. Ich führte deshalb vor 28 Jahren in meinem Kindergarten spezielle Eltern Post Täschen ein. Die bastelte ich mit den Kleinen. Dickes Papier, bemalt. Gefaltet, mit Klebfolie stabil und mit Kordel ( von den Kindern gedreht) zum umhängen. Das half genial gegen das Fressmonster, denn das Elternpost Täschchen war ein klares Zeichen, dass da eine Meldung unterwegs war.
    Ich habe schon lange etwas anderes studiert und arbeite heute bei einer Bank. Die Eltern Täschchen blieben und die Idee verbreitete sich wie ein Feuer.
    Das nützt, aber nur für Kinder bis ca 7 Jahre, denke ich mal.

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