ADHS und Psychose : Gibt es einen Zusammenhang zwischen ADHS und Schizophrenie

Einmal mehr habe ich jetzt einen Artikel zuerst für die Plattform steemit.com geschrieben. Dort findet ihr zukünftig Artikel von mir aus dem ADHSSpektrum auch unter einem eigenen TAG = adhsspektrum bzw. als Follower unter @martinwinkler

Der jetztige Artikel behandelt das spannende Thema ADHS und Schizophrenie bzw die Frage, ob es Überschneidungen zwischen den Entwicklungssstörungen ADHS und der Entwicklungsstörung Schizophrenie geben könnte. Und was das dann in der Praxis bedeutet.

Es wäre schön, wenn die Diskussion darüber in der Fachöffentlichkeit ankommt.

https://steemit.com/deutsch/@martinwinkler/adhs-spektrum-und-psychose-gibt-es-einen-zusammenhang-von-ads-adhs-und-schizophrenie

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7 Gedanken zu „ADHS und Psychose : Gibt es einen Zusammenhang zwischen ADHS und Schizophrenie

  1. Howard

    Auch wenn die Hypothese von Dr Winkler letztendlich mal wieder richtig sein mag. Zum aktuellen Zeitpunkt hätte ich beispielsweise bei einer Jugendlichen/jungen Heranwachsenden mit ADS/SCT und einem möglichen Prodromalstadium( Psychose fernem Syndrom) noch irgendwie so meine Bedenken sofort Methylphenidat oder Amphetamin zu verabreichen.
    Wäre nicht möglicherweise Atomoxetin eine gute Alternative?
    Gerade bei ADS (ohne Hyperaktivität) kann Strattera ja doch in einigen Fällen die emotionale Instabilität deutlich reduzieren und durch eine gleichzeitig leichtgradige Wirkung auf die exekutiven Funktionen, langfristig auch zu einer verbesserten psychischen Situation führen.

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    1. Dr Martin Winkler Autor

      Ja und Nein. Dazu gibt es eben keine verlässlichen evidenzbasierten Daten. Aus meiner sehr subjektiven Wahrnehmung würde ich meinen, dass Strattera kein Stück sicherer ist als MPH oder Elvanse. Aber weniger wirksam. Immerhin werden viele Patietnen mit anderen Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern behandelt. Die ja nicht gegen Psychose helfen.

      Sehr sehr früher (in den 70er) hat man einen Ampehetamin-Belastungstest gemacht. 40 mg Amphetamin bei Psychose oder Manie. Wer dann nicht völlig durchgeknallt war, hat Imipramin erhalten. Die anderen Neuroleptika.

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      1. Howard

        Also um bei einem akut- psychotischem Patienten die aktuelle Psychiatrie auf den Kopf zu stellen, würde mir ein wenig der Mut fehlen.
        Interessant finde ich jedoch den Zusammenhang zwischen einer Minus-Symptomatik und ADS. Vor allem, wie man diese überhaupt klar voneinander trennen will. Aus meinen Erfahrungen aus der Psychiatrie (hauptsächlich aus der Kjpp) erschienen sogenannte Minus-Symptome auf mich teils wie eine schwer ausgeprägte ads- Symptomatik.
        Diesbezüglich drängt sich mir die Frage auf:
        Was macht eigentlich die langfristige, hochdosierte Einnahme von atypischen und hochpotenten Neuroleptika mit Patienten psychopathologisch, die eigentlich gar nicht an einer Schizophrenie erkrankt sind?

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      2. Dr Martin Winkler Autor

        Sehr richtig. Auf jeden Fall machen die Neuroleptika dick und träge. Sie verschlimmbessern die Situation. Sie führen zu früheren Todesfällen und verhindern die Teilhabe an der Gesellschaft.

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  2. lin

    Mich selber beschäftigt sei Jahren die Frage, ob ein schizophrener Bekannter mit schizophrener Mutter und ADS-Vater nicht besser auch mit MPH behandelt würde. Bis jetzt hat mir jeder Psychiater davon abgeraten, es wäre kontraproduktiv. Aber mein Gefühl sagt mir, dass er halt doch sehr starke ADS-Symptome hat, neben seinen sehr typischen schizophrenen Problemen (Vergiftungsängste und Wahnvorstellungen).

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  3. Overthesky

    Da ADHS ja eine Hirnentwicklungsstörung / Neurodevelopmental Disorder ist und die Schizophrenie (bzw. in Wahrheit besteht die Schizophrenie wohl aus sehr vielen verschiedenen ähnliche Erkrankungen) u.a. zurückzuführen ist auf Fehlschichtungen von Neuronen in der Hirnrinde in der Hirnentwicklung bzw. Individualentwicklung des Gehirn bzw. Ontogenese des Gehirns und u.a. auf fehlerhaft und/ oder nicht gekappte synaptische Verbindungen im Gehirn in der Hirnentwicklung bzw. die Schizophrenie somit eigentlich auch eine Hirnentwicklungsstörung ist, liegt eine Überlappung mit ADHS auf der Hand. Genetische Überlappungen zwischen ADHS und Schizophrenie sind dokumentiert. ADHS ist aufgrund der evolutionären Vorteile die mit Abstand häufigste Hirnentwicklungsstörung, da liegt es nahe, dass einige dieser mit ADHS Betroffenen auch Schizophrenie-Gene mit abbekommen haben. Eine Freundin von mir ist so ein Fall. Mit über 30 das erste mal gekifft (zwar wohl auch starker Tobak bzw. hochkonzentriert gbewesen) und prompt monatelang stationär in der Psychiatrie gelandet wegen Cannabis-induzierter Psychose. Sie hat die Diagnose Schizoaffektive Störung gestellt bekommen plus ADHS.

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