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Impfen und ADHS / Hyperaktivität

Verursacht Impfen bzw. ein Impfschaden eine Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung oder Autismus ?

Impfen steht weder mit einer Aufmerksamkeits- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) noch mit
Autismus-Spektrum-Störungen im ursächlichen Zusammenhang

Es gibt Fragen bzw. Behauptungen, die halten sich quasi wie urbane Legenden bei Laien bzw. angeblichen „Experten“ aus dem nicht-medizinischen Bereich. Und es ist paradox, dass sie sich auch (oder gerade dann) noch halten und verbreiten, wenn sich die ursprünglichen Quellen als FAKE-News herausgestellt haben.

Eigentlich gibt man ja den „Kritikern“ nur unnötige Aufmerksamkeit, wenn man sich auf Diskussionen mit diesen Impfskeptikern einlässt. Aber offenbar sind die Darstellungen der Fachgesellschaften (Impfkommission) bzw. der Kinder- und Jugendärzte nicht so, dass alle Zweifel ausgeräumt werden können bzw. Raum für Desinformation und damit Ängste von Eltern.

Über Dr. Google ist es für die meisten Eltern dann nahezu unmöglich, seriöse wissenschaftliche Aussagen bzw. evidenz-basierte Medizin von derartigen angstmachenden Falschnachrichten bzw. Behauptungen zu unterscheiden. Leider finden sich dann aber eben in den Suchmaschinen selten die seriösen Informationen an relevanter Suchposition… Und die Unsicherheit bei den Eltern bleibt dann doch… Mit dem tragischen Ergebnis, dass dann sogar WENIGER Kinder mit ADHS bzw. Autismus geimpft werden als in der Normalbevölkerung.

In einer Facebook-Gruppe suchte eine Schülerin für eine Projektarbeit nun Infomationen zur Frage :

Verursacht Impfen bzw. ein Impfschaden ADS / ADHS ?

Ich habe dazu dann einen Beitrag aus den USA vom Children´s hospital of Philadelphia gefunden, der sich auf den Zusammenhang von Impfschäden und ADHS bezieht. Dabei ist wichtig : Der „angeschuldigte“ Konservierungsstoff wird in Deutschland so gar nicht mehr verwendet

Egal, das wird vermutlich auch untergehen. Hier der übersetzte Text von der Webseite

„Einige Leute haben sich gefragt, ob Impfungen Aufmerksamkeitsstörungen (ADS) oder Aufmerksamkeitsdefizite (ADHS) verursachen. Die Krankheiten, die durch Impfstoffe verhindert werden, verursachen diese Störungen nicht, so dass es unwahrscheinlich ist, dass Impfstoffe, die sie verhindern, dies tun würden.
Bedenken bestanden jedoch im Zusammenhang mit Thimerosal, einem quecksilberhaltigen Konservierungsmittel, das in mehreren Impfstoffen enthalten war, die in den ersten Lebensjahren häufig verabreicht wurden.

Die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Quecksilber hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab, darunter die Form und Dosis von Quecksilber und das Entwicklungsalter der exponierten Person. Die meisten Daten aus der Quecksilberbelastung resultieren aus der Art, die häufig aufgenommen wird, wenn wir Fisch essen, bekannt als Methylquecksilber. Die Art des Quecksilbers in Impfstoffen heißt Thimerosal[PDF, 193KB], das aus Ethylquecksilber hergestellt wird. Ethylquecksilber ist im Vergleich zu Methylquecksilber weniger anfällig und schädlich, da es viel schneller aus dem Körper entfernt wird. Als jedoch Bedenken hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen der Quecksilberbelastung durch Impfstoffe und Erkrankungen im Zusammenhang mit Aufmerksamkeitsstörungen aufkamen, testeten die Forscher diese Hypothese.

Drei große Studien gaben die Sicherheit, dass Impfstoffe keine Aufmerksamkeitsstörungen (im Sinne von ADS/ ADHS) verursachen:

Verstraeten und Kollegen verglichen die Thimerosal-Exposition und eine Vielzahl von neurodevelopmentalen Verzögerungen, einschließlich Aufmerksamkeitsstörungen, bei mehr als 124.000 Säuglingen aus zwei größeren HMO-Datenbanken und weiteren 16.700 Kindern aus einem dritten HMO. Kinder, die thimerosalhaltige Impfstoffe erhielten, waren nicht stärker gefährdet, an Aufmerksamkeitsstörungen zu leiden als diejenigen, die diese Impfstoffe nicht erhielten.
Andrews und Kollegen verglichen die Thimerosalexposition durch DTP/DT-Impfstoffe in den ersten sechs Lebensmonaten bei etwa 110.000 Kindern. Auch hier war der Erhalt von thimerosalhaltigen Impfstoffen nicht mit der Entwicklung einer Aufmerksamkeitsstörung verbunden.
Ein weiteres Problem war, dass Kinder „zu viele Impfstoffe zu früh“ bekamen, also verglichen Smith und Woods Kinder, die Impfstoffe nach dem empfohlenen Zeitplan (die rechtzeitige Gruppe) erhielten, mit denen, deren Eltern sich dafür entschieden hatten, Impfstoffe zu verschieben oder zurückzuhalten (die vorzeitige Gruppe). Die Studie umfasste mehr als 1.000 Kinder. Die Forscher verwendeten statistische Analysen, um diese beiden Gruppen für eine Vielzahl von Ergebnissen zu vergleichen, von denen einige auf Aufmerksamkeitsdefizite zurückzuführen waren. Sie fanden keinen Zusammenhang zwischen dem rechtzeitigen Erhalt von Impfungen und Entwicklungsverzögerungen.

Daher können Eltern sicher sein, dass Impfstoffe keine ADS/ADHS oder ähnliche Erkrankungen verursachen.

Quellen :
Andrews N, Miller E, Grant A, et. al. Thimerosal exposure in infants and developmental disorders: A retrospective cohort study in the United Kingdom does not support a causal association. Pediatrics. 2004, 114(3): 584-91.
Smith MJ and Woods CR. On-time vaccine receipt in the first year does not adversely affect neuropsychological outcomes. Pediatrics. 2010, 125(6): 1134-41.
Verstraeten T, Davis RL, DeStefano F, et. al. Safety of Thimerosal-Containing Vaccines: A Two-Phased Study of Computerized Health Maintenance Organization Databases. Pediatrics. 2003, 112(5): 1039-48.

Weitere Infos zu ADHS und Neurodiversität auf www.adhsspektrum.com. 


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One thought on “Impfen und ADHS / Hyperaktivität Hinterlasse einen Kommentar

  1. Wie Sie es schon erwähnt haben, in der Regel sind es Impfskeptiker, welche Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung oder Autismus als Folge vom Impfen sehen. Fachlich nicht fundiert geht es diesen Kritikern eher um die Ablehnung des Impfens im Allgemeinen. Das sieht man auch sehr deutlich, wenn man sich die betreffenden Webseiten im Internet mal genauer anschaut.

    Vielen Dank für Ihre aufklärenden Worte, sehr interessant und ausführlich.

    Corinna Marten

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