Archiv der Kategorie: Off-Topic

Neuer Blog zur Positiven Psychologie, Imagination und Erklärvideos

Ich probiere ja gerne mal neue Dinge aus. Auch oder gerade in der Therapie, wo ich viel mit Imagination bzw. Emoflex(R) arbeite.

Ich finde aber auch sonst die Positive Psychologie bzw. lösungsorientierte Verfahren interessant. Da ich derzeit ein wenig mit einer Software für Erklär-Videos herumspiele, ist daraus die Idee für ein „spin-off“ Blog entstanden. Die Seelenklempnerei soll sich mit Ansichtssachen aus der Psycho-Welt beschäftigen.

Beruflich sehe ich ja weit mehr als nur ADHS, speziell derzeit Depressionen und Erschöpfungssyndrome, Schlafstörungen, Chronische Schmerzstörungen, Konversionsstörungen und eben Dissoziative Störungen.

Dies dann patientennah und lösungsorientiert zu erklären, macht Spass. Ist aber auch eine Herausforderung.

Wer also mal reinschauen mag bzw.  mir inhaltlich mit eigenen Ideen oder Beiträgen oder durch das Teilen von Blogposts in anderen Blogs oder Sozialen Netzwerken helfen mag : Hier geht es zur Seelenklempnerei Winkler

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ADHS-Spektrum auf Flipboard

Zugegeben, manchmal kommen wir nicht dazu, regelmässig Beiträge zu schreiben. Dabei sammle ich mich interessierende Artikel, Webseiten oder Medline-Abstracts in einer Art „Skizzenbuch“, das man mit einem Smartphone (iphone oder auch Android) über Flipboard mitlesen kann. Einiges davon wird auch auf meiner Facebook-Seite gepostet.

Wer also zusätzlich aktuell bleiben möchte, mag mal auf http://flip.it/j9fJg schauen bzw. sich die App runterladen und nach „web4health“ suchen. Oder eben ADHS.

ADHS-Adventskalender der anderen Art

Falls ihr sie noch nicht selber gefunden habt, hier (syndromtypisch verspätet) zwei empfehlenswerte virtuelle Adventskalender zum Lesen und Nachmachen.

Tipps und Gedanken zu einer entspannteren Vorweihnachtszeit und auch nicht spiessig an die Termine eines Adventskalender geknüpft liefert leidenschaftlichwidersynnig.

Johannes Drischel bietet dagegen (vielleicht) Tag für Tag neuropsychologische Texte bzw. Werkzeuge aus der Emoflex-Werkzeugkiste. Auch gut.

Kennt Ihr noch weitere lesenswerte Adventskalender für grosse kleine Kinder und Erwachsene?

Jeremie im Zirkus / Erlebnispädagogik des Jugendamtes Hamburg

Auf dem Weg von der Arbeit wird auf NDRinfo über Jeremie berichtet.
Jeremie ist aus dem Zirkus abgehauen, wohin er vom Jugendamt Hamburg gesteckt wurde und offenbar nicht bleiben wollte. Siehe hier

Wir hören im Radio erst die Oma, die jammernd beklagt, dass Jeremie nicht mit seiner Familie bzw. Geschwistern Weihnachten und Sylvester feiern darf. Der 11-jährige „Knabe“ wurde vom Jugendamt in einen Wanderzirkus vermittelt. Und ist dort mit einem Kleintransporter abgehauen oder wurde von der Grossfamilie „entführt“, was die aber bestreitet. Jetzt ist er weg.

Ich habe erst nicht glauben wollen, dass sowas geht. Ab in den Wanderzirkus. Das ist offenbar häufiger der Fall und vermutlich eine der wesentlichen Einnahmequellen dieser Wanderbetriebe.

Weil es dort in aller Regel einen familiären Zusammenhalt der Grossfamilie gäbe. Und schliesslich sei er ja Roma. Das sind die guten Argumente des Jugendamtes.

Ich kann und will nicht beurteilen, ob die Herausnahme von Jeremie die einzig richtige Lösung war. Sicher sind seine offenbar drogenabhängigen Eltern problematisch und wie nun die Grosseltern einzuschätzen sind, entzieht sich meiner Einschätzung. Sie seien auch überfordert gewesen.

Dafür war dann ein Vertreter des „Neukirchener Erziehungsvereins“ am Mikrophon. Dieser Verein hat den Zirkus ausgesucht. Und ist angeblich gut im Geschäft. Individualpädagogik lautet da das Schlagwort. Dieser Typ am Radio war derart desinformiert, dass mir Angst und Bange wurde.

Der Journalist wollte nun wissen, wie denn beurteilt wird, ob dies eine geeignete Maßnahme sei bzw. ob mit Jeremie direkt gesprochen werde.

Nein, das sei nicht üblich. Die Berichte des Zirkus hätten belegt, dass er sich da wohlfühlen würde. Und es sei nicht richtig, dass er dort als Feuerschlucker arbeite. Er sei gerne da.

Warum er dann aber sich offenbar an seine Grosseltern wandte, als er noch ein Jahr länger in dem Zirkus bleiben muss oder soll, bzw. nicht zu Weihnachten / Sylvester nach Hause darf, wollte der Reporter wissen.

Keine Antwort.

Ob er denn ein Handy habe bzw. ob er direkt mit dem Erziehungsverein oder mit der Jugendhilfe sprechen könne.

Nein, das sei nicht erforderlich bzw. bei den Besuchen im Zirkus (zu Hilfeplangesprächen) würde das ja möglich sein.

Was denn sei, wenn er tatsächlich da weggelaufen wäre (und nicht entführt wurde). Dann würde das Jugendamt wieder entscheiden, ob er da zurück müsse oder in eine andere Maßnahme vermittelt würde.

Hier geht es zwar vermutlich nicht um ADHS. Aber ganz offensichtlich um ein Kind, bei dem man sich mal eine psychotherapeutische, kinderpsychiatrische Diagnostik und Begleitung wünschen würde. Stattdessen spielt sich dieser ominöse „Erziehungsverein“ (angeschlossen an die Diakonie?) und das Jugendamt / Jugendhilfe gegenseitig den Ball und die Gelder zu.

Unglaublich!

Familienhilfe: Hohe Kosten und kaum Kontrolle

Es ist ein heikles Thema, welches eine junge Journalistin mit eigenem sozialpädagogischem Hintergrund aufgreift: Die Rolle der Familienhilfe bzw. Hilfen zur Erziehung, bzw. die Macht der sogenannten freien Träger, sich ein ordentlichen Scheibchen bzw. Sümmchen gut zu schreiben. Mehr dazu hier .

Und dies mit fragwürdiger, eigener fachlicher Qualifikation und nahezu ohne jegliche fachliche Kontrolle. Und dabei sprechen wir von riesigen Summen, die da jährlich ausgegeben werden, selbst wenn die Kommunen und Städte pleite sind.

So wurden allein in Berlin im letzten Jahr über 400 Millionen Euro für „Hilfen zur Erziehung“ ausgegeben, insgesamt ist es ein Millardengeschäft.

Nun mag ich ja pingelig sein, aber häufig haben die betroffenen Familien eben nicht nur ein Erziehungsproblem, da liegen handfeste psychische Probleme vor (sei es bei einem Elternteil, sei es bei den Kindern). Da fehlt aber dann nahezu jegliche Fachlichkeit in der Beurteilung bzw. auch beim Abgeben der „Fälle“. Sozialarbeiter und Sozialpädagogen sind nun mal keine Therapeuten. Spielen sich aber nicht selten so auf.

Schlicht und ergreifend, weil die Gelder ja die freien Träger finanzieren und damit eben ein grosses Interessse besteht, dass die Fälle möglichst lange weiterlaufen.

Das gilt auch für die Familien, die die Hilfen der Erziehung mit Babysitting oder anderen Dienstleistungen verwechseln.

Ich könnte auch Bände darüber schreiben, wie eine fürchterliche Allianz von Jugendamt und freien Trägern wirklich Unheil anrichten. Und dies völlig ohne Kontrolle von Ärzten oder Psychologen.

Aber wirklich was ändern wird sich wohl kaum. Die Politiker halten still und Jugenämter und freie Träger spielen ihr eigenes internes (mieses) Spiel.

Himmelsstürmer

Ein Moment fliegt vorbei
Zwischen Gestern und Heute scheint ein Leben zu liegen
Zeit – Was ist das?

Ein Wort fliegt vorbei
Zwischen seiner Bedeutung und seiner Wirkung scheint eine Welt zu liegen.
Kommunikation – Wie gelingt sie?

Ein Lächeln fliegt vorbei
Zwischem ihm und einer Träne scheint Nichts zu liegen
Gefühle – Wo bleiben Sie?

Eine Idee fliegt vorbei
Zwischen ihrem Ursprung und dem Durchbruch scheint eine Unwichtigkeit zu liegen
Erfolg – Woher kommt er ?

Ein Schatten fliegt vorbei
Zwischen ihm und einer Persönlichkeit scheinen ein Leben, eine Welt, ein Nichts und eine Unwichtigkeit zu liegen. Melanie – Wann kommst Du an ?

Beim „Aufräumen“ alter Vorträge gefundenes Gedicht einer früheren ADHS-Patientin