Archiv der Kategorie: Termine

12.8.2016 Carsten Donath in Hannover zu Autismus und / oder ADHS

Wer Carsten noch nicht gehört hat und in erreichbarer Nähe zu Hannover lebt, dem sei wärmstens der Vortrag von ihm im ZAK Hannover zum Thema Leben mit Autismus / ADHS empfohlen, den er am 12.8.2016 halten wird.

Nähere Informationen hier

Ich finde ja, dass im Bereich von Autismus-Spektrum schon weit mehr Angebote zum Thema Alltags- und Lebenskompetenz bzw. beruflicher und sozialer Teilhabe unternommen wird.  Da müssten wir uns im „ADHS-Spektrum“ noch eine gehörige Scheibe von Engagement und Angebote abschneiden !!!!

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23.8.2016 in Helmstedt ADHS und Partnerschaft

Gerade bin ich auf der Homepage von ADHS-Deutschland auf die sehr nette und ausführliche Ankündigung meines Vortrags zu ADHS und Partnerschaft am 23.8.2016 in Helmstedt gestolpert.

 

Mal schaun, vielleicht kriegen wir ja auch noch einen Paar-Coaching-Workshop dieses Jahr hin ?

In Helmstedt bin ich immer ganz ganz besonders gerne, weil die Regionalgruppe einfach ein super Jahresprogramm hat. Und super nette Leute. Wie natürlich überall, wo so viel Engagement in Sachen ADHS-Selbsthilfe unbedingt unterstützt werden muss 🙂

Ich selber habe für dieses Jahr noch jede Menge Themen vorzubereiten. U.a. zu ADHS und Schlaf, ADHS vom unaufmerksamen Subtyp und Auswirkungen der Erschöpfung für Angehörige, ADHS und Selbstregulation…. Und nicht zuletzt dann einen Vortrag vor der Sozialakademie der DRV Bund in Berlin zu den Auswirkungen der ADHS-Folgestörungen….

 

Ich werden Euch über die weiteren (öffentlichen) Termine für Vorträge und Workshops hier im Blog und auf Facebook in der Facebook-Gruppe ADHS-Spektrum Dr. Winkler informieren….

Schön gemachter Bericht über ADHS-Tagung

Auch kleine Lokal-Sender berichten gut über ADHS. Ich war ja beim ADHS-Fachtag in Frankenberg und dort hat ein lokaler Fernsehsender einen Bericht über den Tag gedreht.

U.a. wurden Dr. Ballaschke aus unserer Nachbarklinik (Burgenland-Klinik) zum Thema ADHS bei Erwachsenen und eben die Organisatorin der Veranstaltung interviewt. Und von mir gibt es auch ein paar bewegte Bilder zum Thema ADHS und Partnerschaft….

ADHS Tag in Frankenberg

Ich selber werde jetzt am 22.4. wieder in Berlin zum Thema ADHS -Dilemma einen Vortrag halten und dann wenige Tage später fachintern auf einer Tagung der Deutschen Rentenversicherung bei uns in Bad Kösen. Leider habe ich es – wie fast regelmässig – verpasst mich für die Mitgliederversammlung des ADHS-Deutschland rechtzeitig anzumelden. Aber dort könnte man sich über weitere Termine von interessanten Vorträgen und Workshops auch gut informieren

Veranstaltung zum hypoaktiven AD(H)S in Oldenburg

Am 21.11.2015 findet in Oldenburg eine tolle Veranstaltung speziell zu den Träumerchen statt. Also Kinder, Jugendliche und letztlich auch Erwachsene mit Aufmerksamkeitsstörungen OHNE Hyperaktivität (auch hypoaktiver Subtyp genannt).

Detje Meyer-Witte und ihr Mann Erich sind seit ganz langer Zeit in Sachen ADHS und Pädagogik sehr engagiert, die Veranstaltungen wirklich lohnenswert.

Schaut auf das interessante Programm, reserviert Euch den Termin und vergesst die Anmeldung nicht.

Hier geht es zu weiteren Infos nach Oldenburg

ADHS Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene

Unverkennbar wird es Herbst und damit gehen wieder Workshops und Seminare los.

Ich selber werde zumindest an einem der zwei geplanten Freizeiten für ADHS-Jugendliche und junge Erwachsene von Tokol in Laubach teilnehmen.

Grund genug, sich da ein wenig inhaltliche Gedanken und natürlich auch Werbung für diese tolle Initiative der Selbsthilfe zu machen.

Ausgehend von der Selbsthilfearbeit in der Betreuung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Aufmerksamkeits-Defizit / Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) und Autismus-Spektrum-Störungen bei Tokol eV (www.tokol.de) formulierten sowohl die teilnehmenden Jugendlichen wie auch ihre Eltern den Wunsch nach einem Workshop-Angebot, das sehr konkret die Alltagskompetenzen und Probleme in der Übergangszeit von der Situation Kind / Jugendlicher zu den Anforderungen junger Erwachsener aufgreift.
Nun soll in zwei 14 tägigen Angeboten sehr praktische Hilfe zum Umgang mit Alltagsanforderungen der Selbstständigkeit in Ausbildung oder Studium vermittelt werden. Die Workshop-Ankündigung findet der geneigte Leser bzw. die Leserin hier:

Im Herbst wird zum ersten Mal die TOKOLive-Jugendfreizeit stattfinden. Diese Freizeit ist für Jugendliche ab 16 bis 28 Jahren gedacht und beinhaltet viele Angebote zum Thema: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Idee ist dadurch entstanden, dass uns viele Jugendliche gesagt haben:“ Ich habe keinen Bock mehr auf Therapie, sie bringt mir nichts, sag mir lieber wie das Leben funktioniert, dann habe ich was zum Anfassen“.

Diesen Inhalt wollen wir im Herbst an zwei Terminen à 14 Tage anbieten. Vom Bewerbungstraining, bis zur Selbststrukturierung, über Kochkurse, Reparaturen im Haushalt, Haushaltsführung, Umgang mit Geld, Behördengänge und vieles mehr, sollen die Kids angewandte Hilfe erfahren und in Kursen und Workshops Hilfe zur Selbsthilfe erlernen. Das Ganze wird natürlich wie immer mit Aufklärung über unsere Themen ergänzt, so dass Themen wie Psychoedukation, Medikamente, Therapie und Lebenshilfe mit auf dem Plan stehen. Weitere Informationen folgen in den kommenden Wochen! Der Preis für die Freizeit wird sich auf 550,00 Euro belaufen, da wir viele Referenten einladen, um möglichst viele Themen zu behandeln (Vereinsmitglieder sparen wie immer 50,00 Euro).

Die TOKOLive Jugendfreizeit findet dieses Jahr erstmalig an zwei Terminen statt. Der 1. Termin ist vom 03.10.2015 – 17.10.2015 und der 2. Termin vom 17.10.2015 – 31.10.2015.

Aufgrund der syndromtypischen Probleme der Selbstständigkeitsentwicklung und Störungen höherer Handlungsfunktionen benötigen Jugendliche mit ADHS zumeist erhebliche zusätzliche Unterstützung seitens der Eltern. Dies bedingt nicht selten Probleme in der Ablösung vom Elternhaus, sicher aber in der Übernahme von Eigenverantwortung bzw. dem Erwerb und alltagsorientierten Training von Fertigkeiten im Umgang mit ganz alltäglichen Situationen und Anforderungen. Wiederholte Misserfolge bedingen dann nicht selten eine geringe Selbstwirksamkeitserwartung, sozialen Rückzug bzw. Ängste und nicht zuletzt ein wiederholtes Scheitern und Abbrechen in der Ausbildung bzw. Studium.

Daneben werden im Workshop Ansätze der Mentalisierung-basierten Therapie zur Förderung der Selbstreflektion und Resilienz im Umgang mit Alltags- und Stress aufgegriffen. Hierbei handelt es sich bewusst um einen auch präventiv nutzbaren Ansatz zur eigenen Verhaltenssteuerung.

Entsprechende Kurse zur Förderung der Selbstwirksamkeit und Selbstständigkeit werden beispielsweise regulär an amerikanischen Colleges für Erstsemester angeboten und werden dann von Angeboten für Coaching bzw. Unterstützung im Alltag und hinsichtlich speziellem Unterstützungsbedarf bei der Bewältigung der Alltagsorganisation, Selbstständigkeitsentwicklung und nicht zuletzt Lerntechniken ergänzt. Das Konzept wendet sich speziell an Klienten mit entsprechenden Problemen in der Selbstorganisation und Selbstständigkeitsentwicklung, ist aber keinesfalls nur auf ADHS / Autismus begrenzt.

Zwar gibt es bei uns von den Studienberatungsstellen durchaus Kurse zu Lernstörungen, Prokrastination oder anderen Problemen. Auf die spezielle Problematik der Ablösung vom Elternhaus bzw. Übernahme von neuer Verantwortung gehen diese Angebote aber nicht ein und sind zumeist auf Hochschulangehörige bzw. Studenten begrenzt.

Dabei werden Fertigkeiten in folgenden Bereichen thematisiert und entwickelt:

1. Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung

Zu den syndromtypischen Problemen von ADHS gehört, dass sich die Betroffenen selten angemessen selbst einschätzen können. Sehr häufig besteht das Gefühl „anders als die Anderen“ zu sein. Da sie seltener Kontakt zu Gleichaltrigen suchen (eher zu deutlich jüngeren oder aber viel älteren Personen) fehlt sowohl der Vergleich, aber auch die soziale Erfahrung.
Das gruppenorientierte Feedback und der Austausch untereinander soll dabei eine Standortbestimmung speziell auch in Hinblick auf eigene Stärken und Ressourcen, aber auch typischen Selbstüberschätzungen bieten.

2. Mentalisierung und metakognitive Fähigkeiten

Während man früher ADHS allein als Verhaltensstörung oder vielleicht noch als Störung der Konzentration und Impulsivität verstanden hat, werden heute die Bedeutung von sogenannten metakognitiven Fähigkeiten und der Emotionsregulation stärker in den Mittelpunkt gestellt.
Mentalisierung bedeutet ein Wissen über die eigenen mentalen Zustände und deren Auswirkungen auf das Verhalten von mir selbst und meiner sozialen Umwelt unter Ruhe und speziell Stress. Also die Fähigkeit, sich Gedanken darüber zu machen, wie das Gehirn denkt und handelt und wie auf innere und äußere Einflüsse flexibel zu reagieren. Ein Beispiel wäre bei ADHS, das man nicht sofort impulsiv reagiert und handelt, wenn man kritisiert wurde. Sondern vielleicht erst einmal eine Nacht darüber schläft und dann abwägen kann, ob die Kritik als Angriff oder aber als konstruktive Rückmeldung gemeint war.

Die Möglichkeit, sein eigenes Verhalten zu reflektieren und wie aus einer Hubschrauber-Perspektive das eigene Verhalten und eigene Ziele zu erkennen und beizubehalten, erweist sich dabei als essentiell für die Selbstständigkeit und Persistenz in jeglicher Ausbilldug oder Berufstätigkeit.

3. Kommunikation

Zuhören, miteinander Reden aber auch die Integration in eine neue Gruppe sind essentielle Fähigkeiten. Vielfach weisen aber Jugendliche hier erhebliche Unsicherheiten und Defizite auf. Soziales Rückzugsverhalten bzw. Kontakte lediglich über Smartphone oder soziale Netzwerke verstärken das Problem.

4. Alltagsfertigkeiten

Naturgemäss kann in einem kurzen Workshop nicht die ganze Vielfalt von Problemen und den notwendigen Fertigkeiten im Alltag vermittelt werden. Wir setzen daher Schwerpunkte auf typische Problembereiche etwa wie
– Morgens Aufstehen und Körperhygiene
– Regelmässige Mahlzeiten (speziell Frühstück)
– Selbstständige Einnahme von Medikamenten
– Pünktlichkeit

5. Lernstrategien

Exemplarisch können Probleme im Bereich der Selbstorganisation und der Daueranstrengung beim Thema Lernstrategien vermittelt werden. Hierbei geht es um den Einsatz von Coaching, Hilfsmittel wie Timer oder Signale, Ordner etc.

Anhand von typischen Problemen der Teilnehmer sollen wirksame Strategien zur alltagstauglichen Problemlösung entwickelt und dafür Pläne zur Generalisierung auf andere Bereiche entwickelt werden.

6. Deeskalation und Umgang mit Krisen

Leider ist das Leben mit ADHS sehr oft durch häufige Krisen bzw. auch Streit bzw. subjektiv (oder auch objektivierbarer) Ungerechtigkeit geprägt. ADHS-Klienten reagieren dabei sehr heftig, häufig emotional unangemessen auf derartige Situationen. Das führt dazu, dass sie heftige Kritik für ihr Verhalten erleben, obwohl sie sachlich gesehen häufig im Recht sind. Abschliessend sollen im Workshop typische Belastungssituationen und Hilfen im Umgang mit Streit entwickelt werden und weiterführende Hilfsangebote zur Unterstützung vermittelt werden.

Soweit meine Gedanken. Vielleicht sieht man sich ja in Laubach oder bei einem späteren Workshop …